Hautausschlag

Stand: 10.06.2012, Autor: Onmeda-Redaktion  

Definition

Ein plötzlich auftretender Hautausschlag wird als Exanthem bezeichnet. Exantheme können viele Ursachen haben, sehr unterschiedlich aussehen und an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten.

Manchmal sind nur einzelne Körperregionen betroffen, zum Beispiel bei einem Ausschlag im Gesicht. Manchmal tritt ein Hautausschlag am gesamten Körper auf. Er kann sich langsam immer mehr ausbreiten oder auch von einer Körperstelle zur nächsten wandern.

Häufig sind bei einem Hautausschlag rote Flecken auf der Haut erkennbar. Je nach Ursache kann der Ausschlag aber auch noch andere Formen annehmen. Wenn Mediziner die einzelnen Hautveränderungen bei einem Hautausschlag beschreiben, verwenden sie den Begriff Effloreszenzen. Die sogenannten Primäreffloreszenzen sind dabei die Veränderungen, die zuerst auftreten. Im Verlauf können sich diese Hauterscheinung aber ändern – man spricht dann von Sekundäreffloreszenzen. Dazu ein Beispiel: Ein beginnender Hautausschlag kann durch rote Flecken (Primäreffloreszenz) auffallen. Zunächst tritt der Ausschlag nur im Gesicht auf. Nach wenigen Stunden haben sich die Flecken über den gesamten Körper ausgebreitet. Der Hautausschlag ist mit Juckreiz verbunden. Durch Aufkratzen bildet sich eine Blutkruste auf den Flecken (Sekundäreffloreszenz).

Zu Primäreffloreszenzen zählen:

  • Fleck (Macula)
  • Knötchen (Papel)
  • Knoten (Nodus)
  • Bläschen (Vesikel)
  • Blase (Bulla)
  • Pustel (Pustula)
  • Quaddel (Urtica)

 

Sekundäreffloreszenzen sind:

  • Schuppe (Squama)
  • Kruste (Crusta)
  • Haut- und Gewebedefekte (Erosion und Exkoriation)
  • Geschwür (Ulkus)
  • Plaque (flächig erhabene Hautveränderung)
  • Narbe (Ciatrix)

 

Je nach Ursache können unterschiedliche Symptome einen Hautauschlag begleiten. Juckreiz ist häufig, aber auch Schmerzen oder Fieber können auftreten.

Nicht bei jedem Hautausschlag tritt Juckreiz auf. Juckender Hautausschlag wird in der Medizin als Ekzem. Ein akutes (also plötzlich aufgetretenes) Ekzem äußert sich durch brennende oder juckende Haut, die teilweise auch nässt. Juckender Hautausschlag wird meist durch eine Hautrötung begleitet, die betroffenen Hautstellen sind überwärmt. Chronische (also anhaltende) Ekzeme schuppen häufig, die Haut ist allerdings weniger gerötet.

Tritt bei Hautausschlag Juckreiz auf, ist es oft sinnvoll, eine dem Ekzem angemessen Behandlung zu beginnen. Salben und Cremes pflegen juckende Haut und lindern den ersten Juckreiz. Bei manchen Formen von Hautausschlag ist neben der täglichen Hautpflege keine weitere Therapie notwendig. Bei einem Ekzem verschreiben Ärzte zur Behandlung häufig Salben mit Kortison. In schweren Fällen nehmen Betroffene auch manchmal Kortison-Tabletten ein.