Schwyz

Der Schwindler kanns einfach nicht lassen

Text:
  • Bernhard Raos
Ausgabe:
3/09

Mit seinen Machenschaften erleichterte Claudio De Giorgi fast 1000 Anleger um rund 13 Millionen Franken. Das noch nicht rechtskräftige Urteil lautet: drei Jahre Haft wegen ­Betrugs.

Das Urteil des Kantonsgerichts Schwyz von Ende 2008 über Claudio De Giorgi spricht eine deutliche Sprache: «Der Angeklagte hat eine Fassade von professionellem Unternehmertum geschaffen, um Opfer hereinzulegen. Er ist nicht besserungsfähig, und es ist keine Reue und Einsicht auszumachen.» Das noch nicht rechtskräftige Urteil lautet: drei Jahre Haft wegen Betrugs.

De Giorgi hatte von Schwyz aus mit seinen Firmen PWM AG und Lobaye Gold AG fast 1000 Anleger um rund 13 Millionen Franken erleichtert. Er verkaufte wertlose Firmenanteile über ein Netz von Vermittlern, schüttete Provisionen von bis zu 50 Prozent aus und finanzierte mit dem Rest vor allem seinen luxuriösen Lebenswandel.

Gefängnisstrafe ohne Wirkung

Seit Jahren hinterlässt der gelernte Autolackierer eine Spur der finanziellen Verwüstung. Nachdem er mit Schneeballfirmen hohe Verluste verursacht hatte, verurteilte ihn das deutsche Landgericht Hof wegen Betrugs in 409 Fällen zu vier Jahren Haft. Kaum war der heute 43-Jährige entlassen, machte er mit derselben Masche im Kanton Schwyz weiter.

Aktuell ist De Giorgi in ein Zollverfahren verwickelt: Die von ihm dominierte D&G Trading Performance SA führte illegal Rohdiamanten aus Afrika ein. Es werden nun Darlehensgeber gesucht, die ihr Geld in Form von Inhaberaktien zurückerhalten sollen. Sollte es hier wieder zu einem Strafverfahren kommen, droht De Giorgi ein Berufsverbot. Auf Fragen des Beobachters antwortet er nicht. Untersuchungsrichter Roland Meier, für den Schwyzer Fall zuständig, findet es «schon erstaunlich, dass nicht einmal mehrere Freiheitsstrafen solche Leute zu bremsen vermögen».

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© Beobachter Ausgabe 3 vom 05. Feb 2009 - Alle Rechte vorbehalten

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