• Anzeige:

  • Abstimmung

    Drei Vorlagen kommen am 17. Juni 2012 zur Abstimmung - eine Übersicht:
    Managed Care
    Staatsverträge
    Bausparen

  • Doppelmoral: Deutsche Banken buhlen um Schweizer Schwarzgeld
    Deutsche Banken bekunden keinerlei Berührungsängste, wenn es darum geht, unversteuertes Geld von Schweizer Kunden entgegenzunehmen. Dies ergab eine umfangreiche Recherche der Schweizer «Handelszeitung» in Deutschland.
    lesen

  • Emblem1

    Buch Weggesperrt: Warum Zehntausende in der Scheiz unschuldig hinter Gittern sassen

    Weggesperrt

    Warum Tausende in der Schweiz unschuldig hinter Gittern sassen

  • Anwalt gesucht?

    In unserem Anwaltsnetz finden Sie Anwältinnen und Anwälte aus Ihrer Region.

    Anwalt finden

  • Meistgelesene Artikel

    1. Das System Sozialhilfe
      Problemfall Sozialhilfe
    2. Mietwohnung
      Mein Nachbar zahlt weniger
    3. Strafrecht
      Was heisst «lebenslänglich»?
    4. Sport
      Heisser Lauf
    5. Schulden
      Pfändung - was heisst das?
  • Anzeige:

Verkehrsdelikt

Pingelige Schweizermacher verhindern problemlose Einbürgerung

Text:
  • Dominique Strebel
Bild:
  • Stock-Kollektion colourbox.com
Ausgabe:
23/09

Wegen einem selbstverschuldeten Blechschaden wurde ein gut integrierter Portugiese nicht eingebürgert.

Verkehrsdelikt: Pingelige Schweizermacher verhindern problemlose Einbürgerung

40 Jahre ist der Portugiese Edmundo Duarte in der Schweiz, spricht fliessend Deutsch, ist bestens integriert, war gar mitbeteiligt an der helvetischen Grosstat der Erfindung des Microscooters, eines faltbaren Trottinetts. Und dann das: Der Bund verweigert ihm die Einbürgerung, weil er wegen eines Verkehrsunfalls zu einer Geldstrafe von 700 Franken verurteilt worden war – bedingt auf zwei Jahre.

Im Mai dieses Jahres hatte der 50-Jährige an einem unbeaufsichtigten Bahnübergang im Thurgau ein Warnsignal übersehen und war mit einem Regionalzug kollidiert. Es entstand nur Blechschaden. Duarte war weder zu schnell unterwegs noch betrunken, sondern nur unachtsam.

Daraufhin stoppten die eidgenössischen Migrationsbeamten seine Einbürgerung, die die Stadt Winterthur und der Kanton Zürich bereits gutgeheissen hatten. Der Grund: Der Bewerber oder die Bewerberin müsse «die schweizerische Rechtsordnung beachten». Darum solle Duarte doch sein Gesuch zurückziehen und in zweieinhalb Jahren wieder einreichen, wenn die Bewährungsfrist abgelaufen sei.

Offenbar wird die Einbürgerung verweigert, auch wenn ein Gesuchsteller in keiner Art und Weise kriminelle Energie offenbarte – der blosse Strafregistereintrag genügt. Duarte schüttelt nur den Kopf: «Bin ich ein schlechterer Schweizer, weil mir dieser Unfall passiert ist?»Dominique Strebel

Anzeige:

  • Kommentar Formular

© Beobachter Ausgabe 23 vom 12. Nov 2009 - Alle Rechte vorbehalten

created by snowflake productions gmbh