• Anzeige:

  • Abstimmung

    Drei Vorlagen kommen am 17. Juni 2012 zur Abstimmung - eine Übersicht:
    Managed Care
    Staatsverträge
    Bausparen

  • Doppelmoral: Deutsche Banken buhlen um Schweizer Schwarzgeld
    Deutsche Banken bekunden keinerlei Berührungsängste, wenn es darum geht, unversteuertes Geld von Schweizer Kunden entgegenzunehmen. Dies ergab eine umfangreiche Recherche der Schweizer «Handelszeitung» in Deutschland.
    lesen

  • Anwalt gesucht?

    In unserem Anwaltsnetz finden Sie Anwältinnen und Anwälte aus Ihrer Region.

    Anwalt finden

  • Rechtsfragen im Alltag

    Der grosse Schweizer Rechtsratgeber

  • Meistgelesene Artikel

    1. Das System Sozialhilfe
      Problemfall Sozialhilfe
    2. Mietwohnung
      Mein Nachbar zahlt weniger
    3. Strafrecht
      Was heisst «lebenslänglich»?
    4. Sport
      Heisser Lauf
    5. Schulden
      Pfändung - was heisst das?
  • Anzeige:

Registerhaie

Abkassieren, solange es noch geht

Text:
  • Martin Müller
Bild:
  • Thinkstock Kollektion
Ausgabe:
16/11

Den üblen Geschäftspraktiken der Registerhaie schiebt der Bund nun den Riegel.

Registerhaie: Abkassieren, solange es noch geht

Der Mann am Telefon drängte und drängte: Carmen Monopoli müsse nur seinen Fax unterschreiben, bat er die Inhaberin eines Coiffeursalons. Dann laufe das Inserat automatisch aus, das sie früher einmal geschaltet hatte. So versprach er es.

In Wahrheit war es genau umgekehrt: Erst durch Carmen Monopolis Unterschrift wäre ein Inseratevertrag entstanden. Ausserdem log der Telefonverkäufer, indem er versicherte, es gehe um Inserate fürs lokale Gewerbeblatt. In Wirklichkeit arbeitet er für den «Gewerbe- und Wirtschaftsverlag GWV» im luxemburgischen Remich. Monopoli roch den Braten und unterschrieb nicht – obwohl der Mann noch mehrmals anrief.

Hätte sie unterschrieben, müss­te sie mindestens 1800 Franken für einen Eintrag in 
einer nicht näher umschriebenen «Informations-Broschüre» bezahlen. 500 Stück davon sollen gemäss Vertragstext verteilt werden – aber nicht etwa an Monopolis Standort in Biberist SO, sondern irgendwo in der Schweiz, vielleicht gar im Ausland. Der teure Eintrag wäre mit Sicherheit vollkommen nutzlos. Die Firma GWV nahm zu entsprechenden Fragen des Beobachters nicht Stellung.

Endlich das Gesetz verschärft

Mitte Juni beschloss das Parlament eine Änderung im Bundesgesetz gegen den unlauteren Wett­bewerb. Wer für ein Branchenregister Offerten verschickt und dabei nicht «in grosser Schrift, an gut sichtbarer Stelle und 
in verständlicher Sprache» auf den Gesamtpreis hinweist sowie darauf, dass es nicht um 
einen offiziellen Eintrag geht (etwa ins Handelsregister), der handelt «unlauter», so das neue Gesetz. Damit haben Gewerbetreibende, die auf solche Geschäftemacher hereinfallen, bald die Möglichkeit, sich gegen die Rechnungen zu wehren. Voraussichtlich Anfang 2012 wird das verschärfte Gesetz in Kraft treten.

Anzeige:

  • Kommentar Formular

© Beobachter Ausgabe 16 vom 04. Aug 2011 - Alle Rechte vorbehalten

created by snowflake productions gmbh