Verjährung Quittungen wie lange aufbewahren?

Verjährung
Es gibt Papiere, die man nie wegwerfen sollte: Etwa die Belege für den Kontostand zur Zeit der Heirat oder Pensionskassenunterlagen.

Frage: Bei mir häufen sich Belege, Quittungen, Bankauszüge und Rechnungen. Wie lange muss ich diese Papiere aufbewahren, damit ich notfalls beweisen kann, dass ich bezahlt habe?

aktualisiert am 09. Dez 2016 11:38

Die meisten Forderungen verjähren nach zehn Jahren. Das Gesetz nennt aber eine ganze Reihe, bei denen das bereits nach fünf Jahren der Fall ist: etwa Mietzins-, Arzt- und Handwerkerrechnungen, Lohnforderungen und Versicherungsprämien.

Kurze Verjährungsfristen gelten zum Beispiel für Mängel bei Kaufsachen oder Reparaturen, die können Sie nur innert zwei Jahren geltend machen. Anders hingegen sieht es bei Steuerunterlagen sowie den Beilagen dafür aus. Diese Dokumente sollten Sie während 15 Jahren aufbewahren.

Es gibt aber auch Papiere, die man nie wegwerfen sollte: Belege für den Kontostand zur Zeit der Heirat, Pensionskassenunterlagen, Belege über ausbezahlte Erbschaften und Schenkungen sowie Quittungen von teureren Anschaffungen – für die Hausratversicherung im Falle eines Falles.

Der Einfachheit halber behalten Sie also Ihre Quittungen und Belege zehn Jahre lang. Danach können Sie sich auf die Verjährung berufen, wenn eine alte Forderung geltend gemacht werden sollte.

Guider – der digitale Berater des Beobachters

Checkliste «Verjährungsfristen» bei Guider, dem digitalen Berater des Beobachters

Bis zu welchem Zeitpunkt kann der Handwerker noch Rechnungsforderungen stellen? Ist man noch verpflichtet, eine sechs Jahre alte Zahnarztrechnung zu zahlen? Mitglieder von Guider sehen in der Checkliste «Verjährung: Das sind die Fristen», wann Zahlungsforderungen sowie Mängelbeanstandungen ablaufen.

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Autor:
  • Rita Périsset
Bild:
  • Thinkstock Kollektion