Mediacon
Nutzlose Inserate für viel Geld
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- Stock-Kollektion colourbox.com
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- 14/10
Hände weg: Inserateverträge der Firma Mediacon.
Emilie Sauter*, Altersheimleiterin im Kanton Bern, bekam Besuch von einem Vertreter der Firma Mediacon. Sein Angebot: ein Inserat auf dem Dorfplan, der im Gemeindehaus und an wichtigen Orten im Dorf ausgestellt werde.
Sauter war interessiert, allerdings nur an einem einmaligen Inserat. Der Vertreter strich daher den Satz in den Geschäftsbedingungen, dass der Vertrag automatisch verlängert werde. Was Sauter übersehen hatte: Im zweijährigen Vertrag werden dennoch vier Inserate geschaltet. Kosten: 7880 Franken. Zudem behält sich Mediacon vor, Anzeigen mehrerer Gemeinden oder Kantone auf einer Karte zusammenzufassen. Etwas anderes, als Sauter vom Vertreter hörte: «Er liess mich im Glauben, dass auf dem Plan nur Leute von meinem Dorf Anzeigen schalten. Was nützt mir einer vom ganzen Kanton?» Sie zahlte nicht und wurde darauf von der Inkassofirma Direct Inkasso angegangen.
Gleiches passierte Herbert Kocher in Büren an der Aare BE. Mahnungen und Betreibungsandrohungen der Direct Inkasso beantwortete er mit Briefen, in denen er die Forderungen ablehnte. Als er einen Zahlungsbefehl erhielt, erhob er Rechtsvorschlag. Darauf bekam er ein Einigungsangebot mit einer etwas tiefer angesetzten Forderung. Kocher zahlte nicht. Seither hat er nichts mehr gehört.
Auf mehrfache Anfrage des Beobachters will Mediacon nicht Stellung nehmen. Die Sprecherin nennt nicht mal ihren Namen. Die Firma, die auch als KMG Marketing GmbH auftritt, ist bekannt für Praktiken im Graubereich: 2007 warnten die Wirtschaftskammer Liechtenstein und der «Kassensturz» vor Mediacon.
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© Beobachter Ausgabe 14 vom 08. Jul 2010 - Alle Rechte vorbehalten
Mediacon
Nutzlose Inserate für viel Geld
Hände weg: Inserateverträge der Firma Mediacon.
Emilie Sauter*, Altersheimleiterin im Kanton Bern, bekam Besuch von einem Vertreter der Firma Mediacon. Sein Angebot: ein Inserat auf dem Dorfplan, der im Gemeindehaus und an wichtigen Orten im Dorf ausgestellt werde.
Sauter war interessiert, allerdings nur an einem einmaligen Inserat. Der Vertreter strich daher den Satz in den Geschäftsbedingungen, dass der Vertrag automatisch verlängert werde. Was Sauter übersehen hatte: Im zweijährigen Vertrag werden dennoch vier Inserate geschaltet. Kosten: 7880 Franken. Zudem behält sich Mediacon vor, Anzeigen mehrerer Gemeinden oder Kantone auf einer Karte zusammenzufassen. Etwas anderes, als Sauter vom Vertreter hörte: «Er liess mich im Glauben, dass auf dem Plan nur Leute von meinem Dorf Anzeigen schalten. Was nützt mir einer vom ganzen Kanton?» Sie zahlte nicht und wurde darauf von der Inkassofirma Direct Inkasso angegangen.
Aufdringliche Forderungen
Gleiches passierte Herbert Kocher in Büren an der Aare BE. Mahnungen und Betreibungsandrohungen der Direct Inkasso beantwortete er mit Briefen, in denen er die Forderungen ablehnte. Als er einen Zahlungsbefehl erhielt, erhob er Rechtsvorschlag. Darauf bekam er ein Einigungsangebot mit einer etwas tiefer angesetzten Forderung. Kocher zahlte nicht. Seither hat er nichts mehr gehört.
Auf mehrfache Anfrage des Beobachters will Mediacon nicht Stellung nehmen. Die Sprecherin nennt nicht mal ihren Namen. Die Firma, die auch als KMG Marketing GmbH auftritt, ist bekannt für Praktiken im Graubereich: 2007 warnten die Wirtschaftskammer Liechtenstein und der «Kassensturz» vor Mediacon.
* Name geändert
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