Pro Litteris: Geistige Werke schützen
Frage: Die Urheberrechtsgesellschaft für Literatur und bildende Kunst, Pro Litteris, schickte uns vor kurzem eine Rechnung. Wir betreiben jedoch eine Garage und Reparaturwerkstatt und haben absolut nichts mit Kunst und Literatur zu tun. Müssen wir die Rechnung trotzdem bezahlen?
Nebenartikel
Ja. Gestützt auf das Urheberrechtsgesetz, ist die Pro Litteris als sogenannte Verwertungsgesellschaft ermächtigt, von den Nutzern geistiger Werke Gebühren einzuziehen. Als geistige Werke gelten zum Beispiel Bücher oder Zeitungsartikel. Da es nicht möglich ist, den Nutzerkreis dieser Werke genau einzugrenzen, sind alle Gewerbebetriebe abgabepflichtig, die einen Fotokopierer haben.
Laut Bundesgericht gilt das auch für Betriebe, die in einem technischen Bereich tätig sind und mit Literatur nichts zu tun haben. Die Höhe der Abgabe richtet sich nach Zahl der Angestellten und Kopien pro Jahr. Sie müssen den Erhebungsbogen von Pro Litteris ausfüllen und den entsprechenden Betrag bezahlen – selbst wenn Sie auf Ihrem Apparat nur Rechnungen kopieren.
Lesen Sie dazu auch: «Abzocker am Werk?»
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© Beobachter Ausgabe 20 vom 03. Okt 2003 - Alle Rechte vorbehalten

