Billigpneus
Rundum mangelhaft
Winterreifen sind in Online-Shops billig zu haben. Ein TCS-Test zeigt jetzt: Wer sie kauft, geht Risiken ein.

(Bild: Walter Bieri)
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Der Touring-Club Schweiz (TCS) hat bei seinem Winterreifentest erstmals Billigprodukte berücksichtigt. Das Resultat ist laut TCS «erschreckend»: Sämtliche 13 geprüften Billigreifen fielen im Test durch. Die Mängel: Profile, die zu wenig haften, und veraltete Gummimischungen. Sowohl auf trockener wie auf nasser Fahrbahn sind Marken wie Debica, Falken, Nexen oder Roadstone laut TCS nur bedingt oder gar nicht empfehlenswert. TCS-Sprecher André Staudenmann warnt: «Solche Winterpneus sollte man nicht kaufen. Sie sind ein Risiko.»
Die in Ostländern hergestellten Billigpneus werden immer beliebter: Online-Shops präsentieren sie in vorderster Reihe und locken mit Preisen von 65 Franken pro Reifen – ein Markenreifen kostet das Doppelte. «Gerade mit Billigpneus machen manche Händler das grosse Geschäft», sagt Staudenmann. Walter Widemann, Vorstandsmitglied des Schweizerischen Reifenverbands (RVS), schätzt die Situation anders ein: «Die meisten Händler verkaufen nach wie vor Markenprodukte.»
Wer sicher fahren will, sollte bei den Pneus nicht sparen. Im TCS-Winterreifentest schnitten vier von 19 Markenpneus mit «sehr empfehlenswert» und sieben mit der Note «empfehlenswert» ab. Mit solchen Reifen hat ein Auto auf Schnee bei einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde einen über 20 Prozent kürzeren Bremsweg als mit Billigpneus.
Welche Reifen taugen etwas? Informieren Sie sich mit der Testauswertung des TCS
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© Beobachter Ausgabe 19 vom 13. Sep 2006 - Alle Rechte vorbehalten







