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Handykosten

Rechnung steigt und steigt

Text:
  • Markus Koch
Bild:
  • Agentur Gettyimages
Ausgabe:
13/04

MMS als digitale Feriengrüsse sind ein toller, aber teurer Spass. Es lohnt sich, die Preise der Anbieter zu vergleichen.

Was gibts Schöneres im Ferienleben, als die daheim Gebliebenen neidisch zu machen? Postkarten sind dafür ein probates Mittel, doch das Fotohandy mit MMS-Funktion ist noch wirkungsvoller. Man kann eine persönliche Ansicht vom Ferienort versenden und dank minutenschneller Übermittlung an ein anderes MMS-fähiges Mobiltelefon den Zeitpunkt der Zustellung genau timen – etwa zur Teamsitzung im Büro.

Führt die Reise ins Ausland, klappt der Versand von MMS-Nachrichten nur, wenn der Mobilfunkanbieter im Ferienland so genanntes GPRS-Roaming anbietet. In vielen Urlaubsregionen und fast allen europäischen Staaten ist dies der Fall; genaue Angaben findet man in den Roaming-Listen der Telefongesellschaften (siehe «Links zum Artikel»). Wer zum ersten Mal ein MMS verschickt, sollte zu Hause üben und prüfen, ob alle Einstellungen korrekt sind.

Die Konkurrenz sorgt für Differenzen


Die Kosten für einen digitalen Feriengruss berechnen sich aus dem Inlandtarif für eine Multimedianachricht (Orange: 40 bis 100 Rappen; Sunrise: 50 Rappen; Swisscom: 50 bis 120 Rappen), zuzüglich Roaming-Gebühren für die Übertragung der Daten im ausländischen Netz. Diese variiert stark: nicht nur von Land zu Land, sondern auch zwischen konkurrierenden Netzwerkbetreibern im Ferienland, wie die Preisdifferenzen folgender Beispiele für eine knapp 20 Kilobyte grosse Bildnachricht zeigen.


  • Finnland: Orange: 20 Rappen; Sunrise/Swisscom: 15 Rappen

  • Griechenland: Orange/Swisscom: 40 Rappen; Sunrise: kein GPRS-Roaming

  • Italien: Orange: 60 bis 180 Rappen; Sunrise: 40 bis 150 Rappen; Swisscom: 55 bis 180 Rappen

  • Kroatien: Orange: 85 Rappen; Sunrise: kein GPRS-Roaming; Swisscom: 120 Rappen

  • USA: Orange: 35 bis 110 Rappen; Sunrise: 30 bis 100 Rappen; Swisscom: 25 bis 100 Rappen


Will also zum Beispiel ein Swisscom-Abonnent einen digitalen Feriengruss aus Italien schicken, zahlt er bis zu drei Franken für die frohe elektronische Botschaft. Es lohnt sich deshalb, die Tarifliste fürs Roaming im Ferienland zu Hause auszudrucken und mitzunehmen. Man kann vor Ort und anhand der Netzwerkanzeige am Handy den billigsten lokalen Anbieter auswählen oder mit dem Versand warten, bis man im Empfangsbereich eines günstigeren Funknetzes ist.

© Beobachter Ausgabe 13 vom 24. Jun 2004 - Alle Rechte vorbehalten

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