Weihnachten
Ein frohes Fest!
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- Beobachter Beratungsteam
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Alle Jahre wieder stellt sich die Frage, wie Weihnachten ohne Stress und Peinlichkeiten zu meistern sei. Wir liefern Ihnen ein Abc guter Tipps.
- wie Ankunft der Verwandten und Gäste. Machen Sie die Tür auf. Na los. Machen Sie schon. So schlimm wirds schon nicht werden.
- wie Baumschmuck. Behängen Sie Ihren Christbaum nicht mit Glitzerkram, bis die Äste krachen. Setzen Sie lieber dezente Akzente. Schliesslich soll man von dem teuer erworbenen Nadelgewächs auch noch was sehen können.
- wie Christkind. Das Christkind gibt es. Zumindest an Weihnachten. Kinder jetzt darüber aufzuklären, dass es nicht existiert, ist schlichtweg gemein.
- wie Dunkelheit. Die tägliche Dunkelheit hält winters bekanntlich schneller Einzug als im Sommer. Abhilfe schaffen - zur Weihnachtszeit überall schnell verfügbar - Kerzen. Gegen unerwünschte Nebenwirkungen siehe «W wie Wasser».
- wie Einfaltspinsel. Seien Sie keiner und verlassen Sie sich nicht darauf, dass Sie am 24. eine halbe Stunde vor Ladenschluss noch das perfekte Geschenk für Ihre Liebste finden werden. Oder etwas motivierender ausgedrückt: Der frühe Vogel fängt den Wurm!
- wie Foie gras. Dehnen Sie Ihre weihnächtliche Nächstenliebe doch bitte auch auf das zu kulinarischen Zwecken gequälte Federvieh aus und verzichten Sie deshalb auf die fragwürdige Delikatesse. Die Gänse und Ihr Karma werden es Ihnen ganz bestimmt danken.
- wie Geburtstag. Zeugen Sie bitte keine Kinder im März. Denn wer sein Wiegenfest ausgerechnet an Weihnachten feiern muss, wird sein Leben lang benachteiligt sein - zumindest was die Geschenke angeht. Und nicht alle können damit umgehen.
- wie Heuchelei. Ist leider an Weihnachten manchmal nötig. Zum Beispiel wenn es darum geht, Bewunderung für erhaltene Gaben auszudrücken (siehe auch «S wie Selbstgestricktes und Selbstgebasteltes»).
- wie Idealgewicht. Gerade an den Festtagen ist dieser Wert ja ganz besonders gefährdet. Egal. Im Januar können Sie dann den Gürtel ja wieder ein wenig enger schnallen.
- wie Januar. Ist noch weit weg. Greifen Sie beim Festmahl also tüchtig zu.
- wie Kochen. Kochen Sie nicht vor Wut, wenn Sie schon wieder ein Haushaltsgerät unterm Christbaum vorfinden.
- wie Lieder. Nein, nein, nein. «O du fröhliche», «O Tannenbaum» oder «Stille Nacht» machen den Abend nicht für alle schöner. Im Gegenteil: Die einen können nicht singen, die andern wollen es nicht. Karel Gott (ab CD) kann es und will es (siehe auch «Z wie Zwang»).
- wie Mitternachtsmesse. Gehen Sie hin. Sie ist ein schöner Brauch. Und den Pfarrer freuts, wenn die Kirche wenigstens einmal im Jahr voll ist.
- wie Nieselregen. Entwickelt sich immer mehr zum typischen Weihnachtswetter, und alle Welt klagt darüber. Sehen Sie das positiv: Endlich wird der Feinstaub einmal aus der Luft gewaschen (siehe auch «O wie Optimismus»).
- wie Optimismus. Ja! Eine gute Sache! Seien Sie frohgemut: Dieses Jahr wird das Weihnachtsfest endlich mal toll. Wenn Sie die hier genannten Empfehlungen und Tipps beherzigen, kann eigentlich fast nichts schief gehen.
- wie Pyjama. Wird Sie nach überstandener Bescherung ohne Wenn und Aber willkommen heissen - unabhängig von Uhrzeit, psychischem Zustand oder Alkoholisierungsgrad. Vorsichtshalber gut sichtbar bereitlegen.
- wie Quengeln. Halten Sie Ihre Kinder zur Weihnachtszeit fern von Spielzeugkatalogen und meiden Sie einschlägige Fachgeschäfte grossräumig. Sonst leiden entweder Ihre Nerven oder Ihr Portemonnaie (siehe auch «Y wie You can't always get what you want»).
- wie Rolling Stones. Kaum zu glauben, aber die haben tatsächlich was pädagogisch Wertvolles zu Weihnachten zu sagen: siehe «Y wie You can't always get what you want».
- wie Selbstgestricktes und Selbstgebasteltes. Haben Sie Ihren halbwüchsigen Neffen je im Pullover gesehen, den Sie ihm zum letzten Weihnachtsfest gestrickt haben? Oder steht bei Ihnen zu Hause etwa die selbst getöpferte Vase von Tante Olga - Weihnachten 1983 - auf dem Kaminsims? Eben (siehe auch «H wie Heuchelei»).
- wie Tratsch. Ihre immer gestylte und hochnäsige Schwägerin bohrt heimlich in der Nase - Tante Olga hat es ganz genau gesehen. Onkel Max hat definitiv einen Sprung in der Schüssel, das sagt auch Götti Franz. Und der Neffe, da weiss man auch nicht so genau… Das mag ja alles sein, aber denken Sie bitte daran, es ist Weihnachten. Darum: Gehen Sie einfach einmal vom Besten aus und schweigen Sie über den Rest (siehe auch «H wie Heuchelei»).
- wie unnütze Ratschläge. Hören Sie nicht auf Leute, die Ihnen Tipps zu Weihnachten geben wollen. Aber trotzdem vielen Dank, dass Sie bis hierher gelesen haben. Weiter so!
- wie Vergessen. Vergessen Sie nicht, Tante Olgas selbst getöpferte Vase - Weihnachten 1983 - aus der Rumpelkammer zu holen. Stellen Sie sie für jedermann - und vor allem für Tante Olga - gut sichtbar auf den Kaminsims.
- wie Wasser. In einem Eimer und dezent hinterm Christbaum platziert, eine gute Sache. Man weiss ja nie.
- wie Xbox, Nintendo, Playstation und Computergames. Sind bei Kindern und Jugendlichen heute deshalb so beliebt, weil man damit länger spielen kann als zum Beispiel mit Wollsocken (siehe auch «S wie Selbstgestricktes und Selbstgebasteltes»).
- wie You can't always get what you want - man kann nicht immer alles kriegen, was man will: Das wussten die Rolling Stones schon in den sechziger Jahren. Und auch die heutigen Kinder und Jugendlichen sollten das gerade in der Weihnachtszeit wieder mal zu hören bekommen (siehe auch «X wie Xbox, Nintendo, Playstation und Computergames»).
- wie Zwang. Wenn die Nichte oder der Enkel die Blockflöte partout nicht in Betrieb nehmen will, dann seien Sie nachsichtig. Weihnachten ist schliesslich das Fest der Liebe (siehe auch «H wie Heuchelei»).
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© Beobachter Online 15. Dez 2006 - Alle Rechte vorbehalten











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