AFG-Arena St. Gallen
Fans zücken die Karte
- Text:
- Bild:
- Ausgabe:
- 18/09
«Alles Für Geld Arena?», fragten die Fans des FC St. Gallen mit einem Transparent im alten Stadion Espenmoos in Anspielung auf «ihre» neue Spielstätte: AFG-Arena, benannt nach der Arbonia-Forster-Gruppe. Doch: Für Bargeld gibts dort kaum eine Bratwurst. Fast alle Verpflegungsstände akzeptieren nur die Arena-Card.

Das neue Stadion des FC St. Gallen: Mit nur Bargeld im Sack steht der Besucher im Abseits. Die Aufnahme entstand anlässlich des Länderspiels Schweiz - Lettland am 11. Oktober 2008.
Das bargeldlose Zahlungssystem mache «flexibel und unabhängig» und sei «vorteilhaft» für die Fans, betonen die Verantwortlichen. Wohl eher ganz im Gegenteil: Die Karte muss bei speziellen Kartenverkäufern bezogen werden und kann nur mit einem Mindestbetrag von zehn Franken geladen werden.
Nach Fanprotesten wurde diese Saison immerhin im kleinen Gästesektor B4 mit 1250 Plätzen die Bargeldzahlung wieder ermöglicht. Auch können Restbeträge nach dem Spiel ausbezahlt werden – an zwei Kassen. Wenn man dort zehn Minuten Schlange steht, macht so mancher Fan die Faust im Sack und schreibt das Geld ab.
«Einfach nur Schikane», meint Thomas Bänninger aus Zollikon ZH, der ein Nati-Spiel in St. Gallen besuchte. Und er fragt: «Wie viele tausend Franken schlummern wohl auf diesen Karten als verstecktes Zusatzeinkommen?» Eine Antwort bleibt Bill Mistura, CEO der AFG-Arena, schuldig. Lieber streicht er die positiven Seiten hervor: «Im Vergleich zum Stadion Espenmoos konnten wir den Durchschnittsumsatz pro Person mehr als verdoppeln», schreibt er – mit drei Ausrufezeichen.
Zurück
© Beobachter Ausgabe 18 vom 02. Sep 2009 - Alle Rechte vorbehalten
AFG-Arena St. Gallen
Fans zücken die Karte
«Alles Für Geld Arena?», fragten die Fans des FC St. Gallen mit einem Transparent im alten Stadion Espenmoos in Anspielung auf «ihre» neue Spielstätte: AFG-Arena, benannt nach der Arbonia-Forster-Gruppe. Doch: Für Bargeld gibts dort kaum eine Bratwurst. Fast alle Verpflegungsstände akzeptieren nur die Arena-Card.
Das neue Stadion des FC St. Gallen: Mit nur Bargeld im Sack steht der Besucher im Abseits. Die Aufnahme entstand anlässlich des Länderspiels Schweiz - Lettland am 11. Oktober 2008.
Das bargeldlose Zahlungssystem mache «flexibel und unabhängig» und sei «vorteilhaft» für die Fans, betonen die Verantwortlichen. Wohl eher ganz im Gegenteil: Die Karte muss bei speziellen Kartenverkäufern bezogen werden und kann nur mit einem Mindestbetrag von zehn Franken geladen werden.
«Einfach nur Schikane»
Nach Fanprotesten wurde diese Saison immerhin im kleinen Gästesektor B4 mit 1250 Plätzen die Bargeldzahlung wieder ermöglicht. Auch können Restbeträge nach dem Spiel ausbezahlt werden – an zwei Kassen. Wenn man dort zehn Minuten Schlange steht, macht so mancher Fan die Faust im Sack und schreibt das Geld ab.
«Einfach nur Schikane», meint Thomas Bänninger aus Zollikon ZH, der ein Nati-Spiel in St. Gallen besuchte. Und er fragt: «Wie viele tausend Franken schlummern wohl auf diesen Karten als verstecktes Zusatzeinkommen?» Eine Antwort bleibt Bill Mistura, CEO der AFG-Arena, schuldig. Lieber streicht er die positiven Seiten hervor: «Im Vergleich zum Stadion Espenmoos konnten wir den Durchschnittsumsatz pro Person mehr als verdoppeln», schreibt er – mit drei Ausrufezeichen.
Anzeige:
Zurück
© Beobachter Ausgabe 18 vom 02. Sep 2009 - Alle Rechte vorbehalten