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Mastercard
Kreditkarte lädt zum Betrug ein
Immer mehr Mastercard-Kreditkarten sind mit «Paypass» ausgerüstet: Diese Funktion verlangt keinen PIN-Code und auch keine Unterschrift. Es genügt, die Karte kurz in die Nähe des Lesegeräts zu halten.
Der Bezahlvorgang wird so um durchschnittlich 15 bis 20 Sekunden beschleunigt. In der Schweiz sind bislang fast nur McDonald’s-Filialen damit ausgerüstet.
Die Firma Viseca rüstet alle Mastercards der Kunden von Kantonalbanken, Raiffeisen, Migros-Bank und Bank Coop sukzessive mit Paypass aus. Der Kunde kann die Paypass-Funktion nicht abstellen.
Paypass schafft ein neues Betrugsrisiko. Etwa in Restaurants, wo der Wirt mit der Kreditkarte kurz verschwindet und mit dem zu unterschreibenden Beleg zurückkommt. In der Zwischenzeit könnte er – zusätzlich zur Abbuchung per Unterschrift – eine Paypass-Transaktion auslösen.
Ein Missbrauch könne «nicht gänzlich ausgeschlossen werden», räumt Viseca-Sprecher Marco Vara ein. Wenn der Kunde allen Sorgfaltspflichten nachkomme, übernehme die Viseca jedoch den Schaden. Zudem seien die Paypass-Zahlungen auf 40 Franken begrenzt.
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© Beobachter Ausgabe 10 vom 12. Mai 2010 - Alle Rechte vorbehalten





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