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Betrug im Internet
Vorsicht, falsche Checks!
Frage: Wir haben unseren Wagen im Internet zum Verkauf ausgeschrieben. Ein Interessent aus dem Ausland meldete sich und wollte das Auto ungesehen kaufen. Er sandte uns einen Check über 18'000 Franken - statt über die geforderten 10'000 Franken. Er erklärte uns später, ihm sei ein Fehler unterlaufen, wir sollen die Differenz per Banküberweisung zurücksenden. Gehen wir damit ein Risiko ein?
Überweisen Sie das Geld auf keinen Fall, dies ist womöglich ein Betrugsversuch! Ausländische Checkbetrüger wenden diese Masche schon seit einiger Zeit an. Opfer sind Leute, die im Internet oder per Inserat versuchen, etwas zu verkaufen oder eine Ferienwohnung zu vermieten.
Und so läuft der Betrug ab: Die vermeintlichen Interessenten senden dem Verkäufer/Vermieter einen persönlich ausgestellten Check zu, der Betrag ist immer viel zu hoch. Der gutgläubige Checkempfänger präsentiert das Papier bei seiner Bank. Die Bank schreibt den Betrag dem Konto unter dem Vorbehalt der Echtheit und Deckung des Checks gut. Nun meldet sich der Absender und erklärt, er habe den Check irrtümlich zu hoch ausgestellt, und verlangt eine sofortige Banküberweisung der Differenz ins Ausland.
Später wird der Check, mangels Deckung oder wegen Diebstahls, aus dem Ausland an Ihre Bank unbezahlt retourniert - Ihre Bank wird den ganzen Betrag zuzüglich Spesen wieder Ihrem Konto belasten. Dies kann sie jederzeit tun, auch nach Wochen, weil die Einlösung unter Eingangsvorbehalt erfolgt ist. Der geprellte Bankkunde hat praktisch keine Möglichkeit, wieder an sein Geld zu kommen.
Betrüger nicht ausfindig zu machen
Da die Betrüger nur via EMail oder mit Mobiltelefonen kommunizieren, ist es fast unmöglich, sie ausfindig zu machen. Es gibt nie persönliche Kontakte, am «gekauften» Auto hat die Täterschaft gar kein Interesse. Sprechen Sie mit Ihrer Bank, lassen Sie den Check «nach Eingang» auf Ihrem Konto gutschreiben, das heisst, der Betrag wird erst verbucht, wenn der Check bezahlt ist. Diese Variante kostet aber höhere Gebühren. Am besten bestehen Sie auf einer Banküberweisung aus dem Ausland - oder lassen das Geschäft platzen.
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© Beobachter Ausgabe 13 vom 25. Jun 2008 - Alle Rechte vorbehalten






