Internetabos Jetzt rät auch Bern: Nicht bezahlen!

Die Klagen wegen Rechnungen für angebliche Internetabos reissen beim Beobachter-Beratungszentrum nicht ab. Für ein vermeintliches Gratisangebot tippen arglose Internetbenutzer ihre Daten ein - doch laut dem Kleingedruckten bestellen sie damit einen kostenpflichtigen Dienst.

Derzeit am meisten zu Klagen Anlass geben die Websites genealogie.de, iqfight.de, lebenserwartung.de, p2p-paradies.com sowie sämtliche Sites mit den Endungen -heute.com und -server.com (zum Beispiel www.hausaufgaben-heute.com).

In einem Faltblatt rät nun auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), die Rechnungen nicht zu bezahlen. Der Ratschlag ist exakt der gleiche, den der Beobachter den Betroffenen seit einem guten Jahr gibt: per Einschreibebrief die Forderung zu bestreiten mit dem Hinweis, die Website sei täuschend, darum sei wegen Irrtums und Willensmangels kein rechtsgültiger Vertrag zustande gekommen.

Auch wenn der Tonfall in Mahnungen und Betreibungsandrohungen (oft von einem Rechtsanwalt Olaf Tank oder einer Anwaltskanzlei Hoeller) härter wird, sollte man nicht mehr reagieren. Bislang wurde noch nie eine Betreibung eingeleitet.

Seco: Internetschwindlereien

Das Faltblatt des Seco kann unter www.news-service.admin.ch (PDF) heruntergeladen werden.

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Text:
  • Martin Müller
11. April 2007, Beobachter 8/2007