Kostenfallen
Wenns unfair und teuer wird
Mit Handy und Internet tappt man leicht in Kostenfallen. Zehn Tipps, wie Sie das verhindern können – und wie Sie sich gegebenenfalls daraus befreien.
Kostenfallen
Wer bei Telefon- und Internetdiensten genau hinschaut und rechnet, kann bares Geld sparen.


Kostenfallen01
Vertrag untergejubelt
Am Telefon wird Ihnen angeboten, den Anbieter zu wechseln. Obwohl Sie nur Unterlagen wünschten, erhalten Sie vom neuen Anbieter eine Rechnung – und Sie stellen fest, dass der Anschluss bereits umgeschaltet ist. Weisen Sie die Rechnung mit einem eingeschriebenen Brief zurück mit der Begründung, dass kein Vertrag zustande gekommen sei.


Kostenfallen02
Prepaid-Guthaben verfallen
Das kann Ihnen passieren, wenn Sie Ihre Prepaid-SIM-Karte während längerer Zeit nicht benutzen. Der Anbieter darf zwar die Telefonnummer sperren. Doch für das gelöschte Guthaben muss er Ihnen eine Gutschrift geben.


Kostenfallen03
Unerwünschte SMS
Anbieter von kostenpflichtigen SMS für Sex-Chats oder Klingeltöne dürfen diese erst verschicken, wenn sie Ihnen den Preis pro SMS, die maximale Anzahl der SMS pro Minute und das Vorgehen zum Abschalten des Dienstes per SMS mitgeteilt haben. Fehlt es an einer dieser Informationen oder haben Sie das Angebot gar nie per SMS bestätigt, ist kein Vertrag zustande gekommen. Entsprechende Rechnungen können Sie bestreiten.


Kostenfallen04
Surfen ohne Abo
Das Surfen im Internet mit dem Handy verursacht hohe Kosten, wenn Sie kein Surf-Abo gelöst haben. So erhalten Sie später eine hohe Rechnung. Suchen Sie das Gespräch mit dem Anbieter. Als Basis für eine Verhandlungslösung könnten die Gebühren in der Höhe des entsprechenden Surf-Abos sein.


Kostenfallen05
Tote Internetleitung
Seit Tagen können Sie zu Hause das Internet nicht mehr benützen, obwohl mit dem Computer alles in Ordnung ist. Reklamieren Sie zuerst telefonisch beim Anbieter. Falls die Leitung nicht repariert wird, verlangen Sie mit eingeschriebenem Brief, dass der Internetzugang innert zehn Tagen wieder funktioniert. Bringt auch das nichts, können Sie den Vertrag fristlos kündigen. Für die vorzeitige Auflösung des Vertrags schulden Sie keine Strafzahlung.


Kostenfallen06
Anbieter wechseln
Wechseln Sie den Anbieter, ohne die Kündigungsfrist des bestehenden Vertrags einzuhalten, zahlen Sie für die vorzeitige Kündigung eine Straftaxe. Darum besser: Beachten Sie bei einem Anbieterwechsel die Kündigungsbedingungen des alten Vertrags.


Kostenfallen07
Hohe Roaming-Kosten im Ausland
Wenn Sie im Ausland das Handy benutzen, muss Ihr Schweizer Anbieter Sie sofort per SMS über die maximal anfallenden Kosten für Anrufe, SMS und Datenübertragung informieren. Unterlässt er das, müssen Sie später die hohe Rechnung für die Benutzung des Mobiles im Ausland nicht bezahlen. Es ist ratsam, für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandoption zu lösen.


Kostenfallen08
Erotiknummern nicht gesperrt
Hat Ihr 16-jähriger Sohn den Handyvertrag unter seinem Namen, aber mit Ihrer Zustimmung unterzeichnet, muss der Anbieter den Zugang zu erotischen oder pornographischen Inhalten sperren. Tut er das nicht, muss der Sohn später die Rechnung für Sexdienste nicht bezahlen.


Kostenfallen09
Zu hohe Rechnung
Teilen Sie dem Anbieter mit eingeschriebenem Brief mit, welche Teile der Rechnung Sie weshalb bestreiten. Zahlen Sie den unbestrittenen Teil, damit das Handy oder der Anschluss nicht gesperrt wird.


Kostenfallen10
Hilfe von der Schlichtungsstelle
Falls Sie Streit mit dem Anbieter haben, müssen Sie sich zuerst um eine einvernehmliche Lösung mit ihm bemühen. Wenn der Einigungsversuch gescheitert ist, können Sie sich an die Ombudscom wenden, die Schlichtungsstelle im Telekommunikationsbereich. Diese vermittelt zwischen Telekommunikationsfirmen und Kunden. Die Kosten für dieses Verfahren muss der Anbieter zahlen. Für den Kunden ist es gratis. Mehr dazu unter www.ombudscom.ch.n


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© Beobachter Ausgabe 26 vom 22. Dez 2011 - Alle Rechte vorbehalten






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Im Internet einkaufen ist leicht. Noch leichter klickt man sich über die AGB hinweg, also das Kleingedruckte. Ein Fehler.