Lotterie
Reale Gaunerei mit fiktiven Gewinnankündigungen
Fiktive Lotterien versprechen Riesengewinne. Allerdings nicht umsonst: Eine happige Bearbeitungsgebühr müsste entrichtet werden. Allerdings auch dann wird man das versprochene Geld nicht zu sehen bekommen.
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Zu schön, um wahr zu sein: «Gratulation! Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass 2,5 Millionen US-Dollar in bar für Sie reserviert sind», schreibt die Overseas Lotto BV Netherlands. Doch das grosse Los hat einen kleinen Haken: Den Gewinn muss man entweder in Amsterdam abholen oder für die Überweisung 1300 Euro Bearbeitungskosten im Voraus zahlen. Eine ähnlich fantastische Summe, nämlich rund 1,8 Millionen US-Dollar, verspricht die spanische El Gordo Sweepstake Lottery. Fast bescheiden wirkt daneben die National Awards Commission in Kansas City, die eine Million Euro in Aussicht stellt.
Per Post, E-Mail oder Fax erhalten die Adressaten die Mitteilung, sie hätten bei der Ziehung einer Lotterie einen hohen Gewinn erzielt. Um an das Geld zu kommen, muss man seine persönlichen Daten und Bankverbindungen bekannt geben oder sich umgehend bei der aufgeführten Adresse oder Person melden.
«Eine Gaunerei», urteilt Reto Brand, Chef Sektion Lotterien und Wetten beim Bund, unmissverständlich. «Hinter den Absendern stecken nicht echte, sondern fiktive Lotterien. Die einbezahlten Beträge verschwinden direkt und auf Nimmerwiedersehen in den Taschen der Absender.»
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© Beobachter Ausgabe 23 vom 13. Nov 2003 - Alle Rechte vorbehalten






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