Unterwäsche
Reizende Pakete
Eine Firma versendet Unterwäsche, die gar nicht bestellt wurde. Die Empfänger müssen die Sendung nicht retournieren.
Reizend fand Karin Huser die Dessous der Marke Miriale zwar, nur bestellt hatte sie sie nicht. Die Firma Provea hatte der Zürcherin Slip und BH des Modells «Eternelle» ungefragt geschickt. Ein Anruf bei Proveas Kundendienst brachte Huser nicht weiter. Nach acht teuren Minuten – ein Franken pro 60 Sekunden – sagte man Huser, sie solle das Paket «einfach zurückschicken».
Corinna Robert, Verantwortliche für den Provea-Kundendienst im deutschsprachigen Raum, gibt sich erstaunt: «Grundsätzlich verschicken wir nur Ware, die tatsächlich bestellt wurde.» Dem Beobachter-Beratungszentrum liegen allerdings mehrere Beschwerden über ungewollte Provea-Sendungen vor. Karin Huser denkt gar nicht daran, das Paket «einfach zurückzuschicken», und hält sich damit an das Obligationenrecht: Unbestellte Zusendungen müssen nicht zurückgeschickt werden. Die Provea soll sich vorher überlegen, wen sie mit ihrer reizvollen Wäsche beglücken will.
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© Beobachter Ausgabe 21 vom 14. Okt 2004 - Alle Rechte vorbehalten






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