Internet-Telefonie
Noch nicht vernetzt?
So kommen Sie zu einem VoIP-Anschluss.
Der Einstieg
Der einfachste Weg und auch der ideale Einstieg in die Internettelefonie kostet nichts und steht jedem Computerbenutzer mit Breitband-Internetanschluss offen: das Software-Telefon. Man lädt lediglich ein VoIP-Telefonprogramm aus dem Netz - zum Beispiel Skype (www.skype.com) -, registriert sich und legt los. Die Gespräche werden über Mikrofon und Lautsprecher des PC, ein Headset oder einen USB-Telefonhörer geführt. Das Telefonieren mit Kunden des gleichen Anbieters ist kostenlos, für die Vermittlung von Festnetz- und Mobilanschlüssen und eine von konventionellen Telefonnetzen erreichbare VoIP-Anschlussnummer muss bezahlt werden. Nachteil des Software-Telefons: Um für andere erreichbar zu sein, muss der Computer eingeschaltet sein. Dafür funktioniert der Anschluss ortsunabhängig, wo immer auch man den Laptop ans Internet anschliesst.
Der Umstieg
Wer lieber mit einem richtigen Telefon hantiert und den PC nicht ständig in Betrieb haben will, kann mit einem Analog-Telefonadapter ab 60 Franken seine herkömmlichen Festnetzapparate für VoIP fit machen. Der Adapter wird in die Leitung zwischen ADSL- oder Kabel-Modem und Telefon gestöpselt und fungiert als Übersetzer zwischen der alten und der neuen Telefonwelt. Es gibt Geräte, die alle Netzwerkkomponenten inklusive Funknetz-Basisstation in einem Gehäuse vereinen. Besser, weil für VoIP spezialisiert, sind so genannte SIP-Telefone (Session Initiation Protocol). Dieser Apparat wird direkt am ADSL- oder Kabel-Modem respektive an einem allfälligen Router angeschlossen und ermöglicht die Nutzung von zahlreichen VoIP-Zusatzfunktionen. SIP-Telefone sind in grosser Auswahl von mehreren Anbietern ab 100 Franken erhältlich.
Die Zukunft
Einige Businesshandys und Taschencomputer können sich mit Funknetzwerken (WLAN) verbinden. Mit entsprechenden VoIP-Programmen wie Skype for Pocket-PC mutieren die Geräte zu Internet-Mobiltelefonen, die aber nur in Reichweite eines öffentlichen - und kostenpflichtigen - WLAN-Hotspots oder des Heim- oder Firmenfunknetzes funktionieren. Ausserhalb muss man wie gewohnt die konventionellen Funknetze für Handys benützen.
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© Beobachter Ausgabe 11 vom 24. Mai 2006 - Alle Rechte vorbehalten

