Hacker haben vergangene Woche 77 Millionen Nutzerkonten des Playstation Network (PSN) sowie des Videodienstes Qriocity von Sony geplündert. Was beutet das für die Betroffenen?
Von den 430'000 Schweizer Nutzern haben 60'000 ihre Kreditkartendaten hinterlegt. Ob die Kartendaten ebenfalls in die Hände der Datendiebe gefallen sind, ist noch nicht sicher. Andere persönliche Angaben wie Name, Adresse, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse, PSN-ID und -Passwort sind aber sicher darunter.
Das Wichtigste zuerst: Ihre Kreditkarte müssen Sie derzeit nicht sperren. Sofern tatsächlich Kreditkartendaten erbeutet wurden, so beteuert Sony, dass der CVC2/CVV-Code – die Sicherheitsnummer auf der Rückseite der Karte – nicht dabei ist. Damit ist die Missbrauchsgefahr schon deutlich eingeschränkt. Dennoch: Überprüfen Sie Ihre Kreditkartenabrechnungen und melden Sie der Herausgeberin Unstimmigkeiten eingeschrieben innert 30 Tagen. Wurde die Karte tatsächlich betrügerisch verwendet, so haftet grundsätzlich die Kartenherausgeberin.
Wichtig: Falls Sie ein identisches oder sehr ähnliches Passwort für die Authentifizierung bei Kreditkartenzahlungen per Internet verwenden, ändern Sie dieses sicherheitshalber sofort!
Ändern Sie auch die Passwörter weiterer Online-Angebote, die mit den gestohlenen Daten missbraucht werden könnten, wie zum Beispiel diejenigen von Internetshops, Facebook-, Twitter- und E-Mail-Konten.
Sollten Sie um nähere Angaben zu Ihrer Person oder Ihrer Kreditkarte gebeten werden – sei es telefonisch, per Brief oder E-Mail – reagieren Sie nicht darauf. Weder Ihre Kreditkartenherausgeberin noch Sony wird Sie danach fragen. Klicken Sie in solchen E-Mail-Anfragen auch keine Links an. Falls Sie unbekannte Newsletter per E-Mail erhalten, klicken Sie auch nicht auf einen allfälligen «Unsubscribe»-Link: Sie würden damit bloss bestätigen, dass Ihr E-Mail-Konto tatsächlich in Gebrauch ist – und müssten mit weiterem Spam rechnen.
© Beobachter Online 29. Apr 2011 - Alle Rechte vorbehalten
aktualisiert am 29. Apr 2011 10:21Sony-Datenklau
Sensible Daten geklaut - was tun?
Hacker haben vergangene Woche 77 Millionen Nutzerkonten des Playstation Network (PSN) sowie des Videodienstes Qriocity von Sony geplündert. Was beutet das für die Betroffenen?
Von den 430'000 Schweizer Nutzern haben 60'000 ihre Kreditkartendaten hinterlegt. Ob die Kartendaten ebenfalls in die Hände der Datendiebe gefallen sind, ist noch nicht sicher. Andere persönliche Angaben wie Name, Adresse, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse, PSN-ID und -Passwort sind aber sicher darunter.
Das Wichtigste zuerst: Ihre Kreditkarte müssen Sie derzeit nicht sperren. Sofern tatsächlich Kreditkartendaten erbeutet wurden, so beteuert Sony, dass der CVC2/CVV-Code – die Sicherheitsnummer auf der Rückseite der Karte – nicht dabei ist. Damit ist die Missbrauchsgefahr schon deutlich eingeschränkt. Dennoch: Überprüfen Sie Ihre Kreditkartenabrechnungen und melden Sie der Herausgeberin Unstimmigkeiten eingeschrieben innert 30 Tagen. Wurde die Karte tatsächlich betrügerisch verwendet, so haftet grundsätzlich die Kartenherausgeberin.
Wichtig: Falls Sie ein identisches oder sehr ähnliches Passwort für die Authentifizierung bei Kreditkartenzahlungen per Internet verwenden, ändern Sie dieses sicherheitshalber sofort!
Ändern Sie auch die Passwörter weiterer Online-Angebote, die mit den gestohlenen Daten missbraucht werden könnten, wie zum Beispiel diejenigen von Internetshops, Facebook-, Twitter- und E-Mail-Konten.
Sollten Sie um nähere Angaben zu Ihrer Person oder Ihrer Kreditkarte gebeten werden – sei es telefonisch, per Brief oder E-Mail – reagieren Sie nicht darauf. Weder Ihre Kreditkartenherausgeberin noch Sony wird Sie danach fragen. Klicken Sie in solchen E-Mail-Anfragen auch keine Links an. Falls Sie unbekannte Newsletter per E-Mail erhalten, klicken Sie auch nicht auf einen allfälligen «Unsubscribe»-Link: Sie würden damit bloss bestätigen, dass Ihr E-Mail-Konto tatsächlich in Gebrauch ist – und müssten mit weiterem Spam rechnen.
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