Spyware
Der Feind in meinem PC
Über eine stehende Internetverbindung fangen Sie sich leicht eine schädliche Datei ein - und das kann extrem teuer werden.
Der Besuch einer Webseite kann schon ausreichen, um sich sogenannte Spyware einzufangen - schädliche Software, die sich auf Ihrer Festplatte einnistet. Für den Computer besteht dabei keine direkte Gefahr, allerdings für Sie persönlich.
Spyware läuft unbemerkt im Hintergrund, spioniert Ihre Nutzerdaten aus und übermittelt sie an Dritte. Diese lernen dadurch Ihr Surfverhalten kennen und belästigen Sie mit gezielter Werbung. Eigentlich harmlos, leider kann Spyware aber noch viel Schlimmeres: Sogenannte Keylogger zeichnen Ihre Tastatureingaben auf. Während Sie etwa Ihre Logindaten und das Passwort für Ihren E-Banking-Zugang eintippen, übermittelt die Spyware Ihre Eingaben an Kriminelle. Diese erhalten so Zugriff auf Ihr Bankkonto und können es leer räumen.
Nebst regelmässigen Updates von Betriebssystem und Software sind für den zuverlässigen Schutz folgende Massnahmen empfehlenswert: Da sich Spyware meistens in Form von Cookies in Ihre Festplatte einschleicht, sollten Sie bei Ihrem Internetbrowser die Sicherheitseinstellungen ändern. Beim Internet Explorer klicken Sie auf «Extras», «Internetoptionen», «Datenschutz» und setzen den Schieberegler mindestens auf die Stufe «Mittelhoch». Mit Klick auf «Sites» erlauben Sie vertrauenswürdigen Seiten, Cookies auf Ihrem PC abzuspeichern. In Firefox klicken Sie auf «Extras», «Einstellungen», «Datenschutz» und entfernen das Häkchen bei «Cookies akzeptieren». Ausnahmen definieren Sie mit der entsprechenden Funktion.
Trotz diesen Einstellungen sind Sie noch nicht vor Spyware sicher. Zusätzlichen Schutz bietet Software wie «Spybot-Search & Destroy», die Sie gratis von www.safer-networking.org herunterladen können. Überprüfen Sie damit Ihre Festplatte regelmässig auf schädliche Dateien.
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© Beobachter Ausgabe 8 vom 16. Apr 2008 - Alle Rechte vorbehalten
