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Apotheken

Epineys Problemzone

Text:
  • Walter Noser
Bild:
  • Christian Lanz
Ausgabe:
3/08

Wer sich für seine Wehwehchen schämt, kauft die Medis gern anonym per Internet. Dabei offerieren auch Apotheken eine diskrete Lösung.

(Bild: Christian Lanz)

Lieber Sven Epiney,
kürzlich vertrauten Sie der «Schweizer Illustrierten» an, dass Sie eine Apotheke mit Süssholz und Traubenzucker verlassen, wenn Sie mit «Grüezi Herr Epiney, wie gehts?» begrüsst werden - obwohl Sie eigentlich Hämorrhoidensalbe und Fusspilzlotion kaufen wollten. Zu dumm, dass mit Traubenzucker Hämorrhoiden nicht behandelt werden können und dass das Raspeln von Süssholz keinen Fusspilz zum Verschwinden bringt. Wie verschaffen Sie sich denn Linderung? Mit Hausmitteln? Oder bestellen Sie Medikamente per Mausklick im Netz?

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Dann passen Sie auf. Viele der im Internet angebotenen Arzneimittel sind unverständlich beschriftet, gefälscht oder qualitativ ungenügend. Sie bergen deshalb grosse gesundheitliche Risiken. Vergewissern Sie sich also, dass der Anbieter eine glaubwürdige Qualifikation hat, eine vollständige Adresse angibt und nicht nur Vorteile erwähnt, sondern auch sämtliche Nebenwirkungen aufzählt. Wenn Sie etwas bestellen, sollten Sie das nur per Post- oder Banküberweisung machen - und mit der Kreditkarte einzig dann bezahlen, wenn es sich um einen bekannten und zuverlässigen Anbieter handelt. Achten Sie auch darauf, dass Sie ausschliesslich Arzneimittel ordern, die vom Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic zugelassen sind - und lesen Sie den Internetleitfaden auf www.swissmedic.ch.

Empfehlenswerter als eine Internetbestellung ist die Beratung in der Apotheke. Bitten Sie doch einfach um ein Gespräch unter vier Augen in einem separaten Raum. Hab ich auch schon gemacht, wenn mir meine Wehwehchen etwas peinlich waren.

Liebe Grüsse,
Walter Noser

Buchtipp

Ruth Jahn: «Rezeptfrei gesund mit Schweizer Hausmitteln», 336 Seiten, gebunden; Beobachter-Buchverlag

© Beobachter Ausgabe 3 vom 06. Feb 2008 - Alle Rechte vorbehalten

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