Bisphenol A
Schweiz erwägt noch kein Verbot
Bisphenol A macht Kunststoffe leicht und trotzdem stabil. Der Nachteil: Die Chemikalie wirkt ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen.
Da Bisphenol A wasserlöslich ist, gelangt die Chemikalie leicht in den menschlichen Organismus. Als besonders gefährdet gelten Säuglinge und Kleinkinder, die sie über Muttermilch, Schnuller und Babyflasche aufnehmen.
In Kanada ist Bisphenol A deshalb verboten, in den USA verzichten die grössten Hersteller von Babyflaschen freiwillig auf den Einsatz des Stoffes. Und das deutsche Umweltbundesamt betont in seinem jüngsten Hintergrundbericht das «ausreichende Besorgnispotential» der Substanz. Es drängt darauf, dass in der EU die erlaubten Höchstmengen in Gegenständen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, herabgesetzt werden, und bittet die Hersteller, schon heute alternative Stoffe einzusetzen.
Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit gibt sich unbeeindruckt. Man sehe weiterhin kein Risiko für Konsumenten, so Sprecherin Katrin Holenstein. Auch nicht für Säuglinge und Kleinkinder.
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© Beobachter Ausgabe 13 vom 23. Jun 2010 - Alle Rechte vorbehalten









