Christa Rigozzi
Ciao bella, alles klar?
Die ehemalige Miss Schweiz Christa Rigozzi hat ein anstrengendes Amtsjahr hinter sich. Wenn sie jetzt nur nicht in ein Loch fällt!

(Bild: www.missschweiz.ch)
Ciao Christa! Um in Ihrem Amtsjahr eine halbe Million zu verdienen, waren Sie fast Tag und Nacht unterwegs, sind von Auftritt zu Auftritt gehetzt und haben allein in der Schweiz 70'000 Autokilometer zurückgelegt. Mamma mia, che stress! Nun können Sie endlich mal etwas durchatmen und das Leben wieder gemütlicher nehmen.
Aber passen Sie auf! Es könnte Ihnen nämlich jetzt ergehen wie unsereinem, die wir zwar nicht so viel verdienen, aber uns auch tagein, tagaus abrackern und uns aufs Dolcefarniente in den Ferien freuen. Doch statt im Urlaub das süsse Nichtstun zu geniessen, fallen wir dann oft in ein Loch oder werden krank. Im psychologischen Fachjargon wird das Entlastungsdepression genannt. Eine solche tritt auf, wenn man nach zu viel Hektik, Druck und Belastung plötzlich ohne Aufgabe dasteht.
In aller Regel muss man deswegen weder zum Arzt noch zum Psychiater. Meist hat das Leiden ein Ende, wenn man sich Zeit für eine Um- oder Neuorientierung nimmt, sich neue Ziele steckt und lange vernachlässigten Interessen wieder nachgeht. Oft geht die Verstimmung von selbst vorbei, wenn man eine neue Aufgabe gefunden hat. Und das haben Sie ja zum Glück: Sie versuchen sich nun als Moderatorin und feilen an Ihren Deutschkenntnissen, damit Ihnen keine Patzer mehr passieren wie kürzlich an der «Travel-Star»-Verleihung, als Sie einen Gast fragten: «Möchten Sie noch einige Wörter spenden?» Nehmen Sie es gelassen und tun Sie alles, was guttut. Erlaubt ist ausser Schoggi alles, was hilft. Ganz unter uns: La cioccolata fa solo ingrassare!
Tanti saluti,
Walter Noser
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© Beobachter Ausgabe 24 vom 21. Nov 2007 - Alle Rechte vorbehalten


