Editorial
Heute ist morgen
«Immer zeigen sich Konturen der Zukunft schon in den Entwicklungen von heute.»
Eine der berühmtesten Vorhersagen datiert aus dem Jahr 1898. In einem Roman schildert der Schriftsteller Morgan Robertson, wie ein riesiges Kreuzfahrtschiff im Nordatlantik einen Eisberg rammt und untergeht. Das Schiff war grösser und schneller als alle Ozeandampfer seiner Zeit, es galt als unverwundbar, hatte zu wenig Rettungsboote an Bord und sank wie 14 Jahre später die Titanic. Der Name des Schiffs im Roman: Titan.
Zufall oder Vision, das dramatische Ereignis hatte seinen Schatten vorausgeworfen. Dabei hatte der Autor nur beschrieben, was geschehen könnte, wenn wie schon 1898 absehbar – immer grössere Schiffe gebaut werden. Denn immer zeigen sich Konturen der Zukunft schon in den Entwicklungen von heute.
Schauen wir also auf die Trends der Gegenwart und wagen wir einen Blick in die Zukunft. Unser Redaktor Sven Broder hat recherchiert und zusammen mit Beobachter-Journalistinnen und -Beratern dieses Heft konzipiert. Es zeigt, wie unser Alltag im Jahr 2035 aussehen könnte, wie die Schweiz zusammenwächst, wie Versicherungsexperten die Risiken der Zukunft bewerten, was für Ideen ETH-Forscher austüfteln, warum sich das Älterwerden lohnt, wie ein Wohlfühltag in ein paar Jahren erlebt wird und welche politischen Forderungen für eine lebenswertere Schweiz umgesetzt werden müssten.
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© Beobachter Ausgabe 1 vom 07. Jan 2009 - Alle Rechte vorbehalten



