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Kribbeln in den Griff bekommen

Ausgabe:
5/03

Schmerzende Hände, taube Finger oder lästiges Kribbeln: Das Karpaltunnelsyndrom sollte ernst genommen werden.

Der Rat des Medgate-Ärzteteams:

Etwa drei Prozent der Bevölkerung leiden an den typischen Symptomen des Karpaltunnelsyndroms (CTS). Ursache für die Beschwerden ist ein Handnerv, der durch Gewebeveränderungen eingeschnürt wird. Je länger die Erkrankung dauert, desto eher kommt es zu Schmerzen und Lähmungen.

Da die Symptome gut wahrnehmbar sind, kann CTS meist von den Betroffenen selbst diagnostiziert werden.

Meist erfolgt zuerst eine «konservative Therapie»: Die Hand wird geschont, und nachts ruht der Arm auf einer Schiene. Medikamente oder eine Kortisonspritze unterstützen die Behandlung.

Bringt das keine Besserung, muss das einengende Bindegewebe durchtrennt werden. In neun von zehn Fällen verschwinden die Beschwerden, oft direkt nach dem Eingriff. Drei Operationsmethoden stehen dabei zur Wahl:

  • Bei der offenen Spaltung erfolgt ein gut fünf Zentimeter langer Hautschnitt. Das Risiko, den Nerv zu verletzen, ist sehr gering. Die Narbe kann jedoch Probleme verursachen.

  • Bei der geschlossenen Spaltung erfolgt nur ein kleiner Schnitt abseits der verengten Stelle. Die Narbe wird später kaum Probleme bereiten.

  • Umstritten ist die endoskopische Spaltung. Hier erfolgen zwei kleine Hautschnitte für die Instrumente und für die Kleinstkamera, die dem Arzt die Einsicht ermöglicht. Die Methode ist teuer und mit Risiken verbunden.

Fazit des Medgate-Ärzteteams: Die Behandlung des CTS sollte nicht hinausgezögert werden. Sonst können die Handnerven schwer geschädigt werden. Im Fall einer Operation ist die geschlossene Spaltung zu bevorzugen.

© Beobachter Ausgabe 5 vom 07. Mär 2003 - Alle Rechte vorbehalten

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