Medgate zu Impfung
Ein Stich gegen Zecken
Meine Kinder und ich joggen gern im Wald. Sollen wir uns alle gegen Zeckenstiche impfen lassen? Beat W.
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Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren sollten sich nur impfen lassen, wenn sie sich während der Zeckensaison an mindestens 14 Tagen in Risikogebieten aufhalten oder wenn sie ausnehmend häufig von Zecken gestochen werden. Als Risikogebiete gelten Regionen, in denen jede 100. Zecke von so genannten FSME-Viren befallen ist.
Statistisch gesehen führt etwa jeder zehnte Stich einer infizierten Zecke zu einer Erkrankung, die meist einer Sommergrippe gleicht. FSME-Viren verursachen im schlimmsten Fall eine Hirnhautentzündung. Typische Symptome sind starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Bewusstseinsstörungen oder Lähmungen.
Die meisten Förster sind geimpft
Die Zecken warten im Gras oder im Unterholz auf ihre Opfer – sie fallen nicht von Bäumen. Förster, Jäger und Waldarbeiter sind heutzutage mehrheitlich geimpft. Von den jährlich 60 bis 120 neuen FSME-Fäl-len in der Schweiz sind vorwiegend nicht geimpfte Pilzsucher, Jogger, Biker oder Kinder betroffen. Kleinkinder erkranken höchst selten an der gefürchteten Hirnhautentzündung – und brauchen daher nur in Ausnahmefällen eine Impfung.
Weitere Infos
Informationen zu Zeckenimpfung unter
© Beobachter Ausgabe 13 vom 23. Jun 2005 - Alle Rechte vorbehalten











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