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Prix Courage 2005

«Nichts zu tun ist der grössere Fehler»

Bild:
  • Iren Monti
Ausgabe:
9/05

Für seine Rettungsaktion in der Schlammlawine von Schlans erhielt Marcus Levy, Helikopterpilot aus Disentis, 2003 den Publikumspreis. Jetzt sitzt er in der Prix-Courage-Jury – und hofft, dass mehr Leute ihre eigenen Interessen zurückstellen, wenn andere Hilfe brauchen.

«Beim Rettungseinsatz in Schlans, für den Albert Pfister und ich später den Publikumspreis des Prix Courage erhalten haben, sind wir risikomässig sicher an die Grenze gegangen. Deshalb sind wir aber nicht mutiger als andere, die ebenfalls viel Gutes tun, ohne dass es gleich so spektakulär aussieht. Mut bedeutet ja nicht, den Cowboy zu spielen – damit richtet man häufig noch mehr Schaden an. Meine Definition ist so: Couragiert ist, wer die eigenen Interessen zurückstellt, wenn jemand Hilfe braucht.

Ich glaube, es gibt in unserer Gesellschaft genug Leute, die diese Bereitschaft grundsätzlich mitbringen. Leider schauen viele im Ernstfall aber weg, weil sie sich davor fürchten, etwas falsch zu machen. Doch wenn jemand Hilfe braucht, sollte man diese Angst auf der Seite lassen. Ich bin überzeugt: In solchen Situationen nichts zu tun ist in jedem Fall der grössere Fehler. »

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Redaktion Beobachter, Kandidaten Prix Courage, Postfach, 8021 Zürich, oder kandidaten@beobachter.ch.

Einsendeschluss ist der 20. Juni 2005.

© Beobachter Ausgabe 9 vom 28. Apr 2005 - Alle Rechte vorbehalten

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