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Sharon Stone

Das falsche Rezept

Text:
  • Gabriela Baumgartner
Ausgabe:
23/08

Botox für den achtjährigen Sohn? Wohl nicht die beste Medizin. Wir sagen der Schauspielerin Sharon Stone, was Kindern wirklich hilft.

Wo bleibt Ihr Mutterinstinkt, Sharon Stone? Weil Sie der Schweissgeruch Ihres achtjährigen Sohnes Roan störte, wollten Sie ihm das giftige Antifaltenmittel Botox in die Fusssohlen spritzen lassen. «Stimmt nicht!», lassen Sie per Anwalt dementieren, doch das Sorgerecht haben Sie nach dieser Geschichte trotzdem an Ihren Ex-Mann verloren. Sie würden bei medizinischen Fragen zu Überreaktionen neigen, begründete die Richterin den Entscheid mit Verweis auf den Tag, als Sie vor den behandelnden Ärzten Ihres Sohnes auf einem Wirbelsäulenleiden beharrten, während der Junge bloss eine Verstopfung hatte.

Frau Stone, Sie scheinen nicht zu wissen, dass man als Elternteil nicht einfach nach Belieben über die Gesundheit seines Kindes verfügen darf. Beim Entscheid über eine Behandlung müssen sich Eltern am Wohl des Kindes orientieren - und nicht an eigenen Interessen. Und: Sobald ein Kind mit ungefähr zwölf Jahren urteilsfähig ist, darf es selber entscheiden, ob es sich einer Behandlung unterziehen will oder nicht. Das einfach für ein andermal.

Sollte Ihr Kind beim nächsten Besuchswochenende wieder verstopft sein, dann verschonen Sie es mit Computertomographie und Darmspülung. Meistens hilft ein warmer Kamillenwickel auf dem Bauch, ein Fussbad und etwas Geduld. Geben Sie Ihrem Sohn Joghurt nature mit Früchten und achten Sie darauf, dass er viel trinkt. Am besten ungesüssten Tee oder Wasser. So klappen die «grossen Geschäfte» Ihres Kleinen bald wieder wie am Schnürchen. Weitere Tipps finden Sie in unserem Ratgeber «Kinder sanft und natürlich heilen».

Anregende Lektüre wünscht Gabriela Baumgartner

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© Beobachter Ausgabe 23 vom 12. Nov 2008 - Alle Rechte vorbehalten

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