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Abwehrkräfte

Fitness geht durch den Magen

Text:
  • Marianne Botta Diener
Bild:
  • Jupiterimages Stock-Kollektion
Ausgabe:
3/08

Ständige Erkältungen, anhaltender Husten und zwischendurch als Krönung eine deftige Grippe: ganz schön mühsam für Eltern und Kinder. Mit der richtigen Ernährung kann man vorbeugen.

Abwehrkräfte: Fitness geht durch den Magen

Dass Kinder in den ersten Lebensjahren bis zu einmal pro Monat krank sind, ist zwar lästig, aber normal. Ihr Immunsystem wird durch den häufigen Kontakt mit Viren und Bakterien trainiert und dadurch immer robuster. Dennoch fragen sich viele Eltern, wie sie dem Immunsystem ihrer Sprösslinge auf die Sprünge helfen können.

Das ist tatsächlich möglich, der Zusammenhang zwischen dem Immunsystem und der Ernährung ist heute erwiesen. So haben Studien gezeigt, dass sowohl unter- als auch übergewichtige Kinder häufiger krank werden und sich langsamer erholen als normalgewichtige Altersgenossen. Zu viel Fett, Zucker und andere Genussmittel wirken sich negativ auf das Immunsystem aus. Auch ein Eiweissmangel ist ungünstig, da verschiedene Proteinbestandteile für den Aufbau der schützenden Antikörper nötig sind.

Die Erreger nutzen jede Lücke aus

Entscheidend ist, dass die Ernährung der Kinder ausgewogen ist. Ein Mangel an verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen macht sie krankheitsanfälliger. Am wichtigsten sind:

 

  • Vitamin A und Betakarotin: Sie sind in Eigelb, Milchprodukten, Rüebli und Aprikosen enthalten. Ein Mangel verschlechtert die Abwehrfunktion der Schleimhäute im Mund-Nasen-Rachen-Raum. Das öffnet Bakterien und Viren ein grosses Eingangstor zum Körper.

  • Vitamin C: Das Vitamin kann die Symptome von Erkältungskrankheiten mildern. Es kommt in Peperoni, Kiwis, Zitrusfrüchten und Sauerkraut vor. Von Riesendosen Vitamin C ist aber abzuraten. Denn das Vitamin gehört zu den Säuren und kann die Zähne angreifen sowie die Magenschleimhaut reizen.

  • Vitamin E: Dieses zellschützende Vitamin ist reichlich in Pflanzenölen, Weizenkeimen, Nüssen und Blattgemüse vorhanden. Es stimuliert das Immunsystem und fördert die Produktion von Antikörpern.

  • Selen: Dieses in Fisch, Fleisch, Eiern und Milch vorkommende Spurenelement stärkt das Immunsystem.

  • Zink: Dieser Mineralstoff kommt vor allem in Fleisch, aber auch in Nüssen, Weizenkeimen, Vollkorngetreide, Hartkäse und Haferflocken vor. Ein Zinkmangel vermindert die Abwehr.

 

Multivitamin- und Mineralstoffpräparate brauchen Kinder aber nicht. Viel besser ist es, wenn sie mehrmals pro Tag Früchte, Gemüse, Salat und Fruchtsäfte konsumieren. Die darin vorkommenden sekundären Pflanzeninhaltsstoffe spielen ebenso wie die Vitamine und Mineralstoffe eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsabwehr.

Küchenmedizin
  • Warme Halswickel mit geschwellten, zerdrückten Kartoffeln wirken schleimlösend.
  • Kalte Quarkwickel helfen bei Halsschmerzen.
  • Genug trinken: Die Schleimhäute werden so befeuchtet und können Erreger besser abwehren. Holundersirup und Fencheltee wirken zudem schleimlösend.

 

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© Beobachter Ausgabe 3 vom 06. Feb 2008 - Alle Rechte vorbehalten

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