aktualisiert am 14. Jul 2010 14:13Ernährung

Coole Rezepte für heisse Tage

Text:
  • Marianne Botta Diener
Bild:
  • Thinkstock Kollektion
Ausgabe:
9/02

Wenn die Sonne brennt, ist richtiges Essen und Trinken wichtig, denn die Hitze schlägt vielen auf den Appetit. Vor allem das Trinken darf man nicht vergessen.

Ernährung: Coole Rezepte für heisse Tage

Sommergerichte sollten grundsätzlich leicht sein. In der warmen Jahreszeit sinkt der Energiebedarf des Körpers, weil dieser sich nicht ständig warm halten muss. Die Kühlung verlangt dagegen kaum Energie, weshalb weniger Kohlenhydrate und Fett verbrannt werden – der Nahrungsbedarf nimmt ab.

 

Gleichwohl sollten eher mehr Mahlzeiten eingenommen werden als in kalten Zeiten – etwa fünf bis sechs pro Tag. Diese müssen jedoch bescheiden sein, und die Menge sollte pro Mahlzeit im Tagesverlauf abnehmen. Die Gerichte dürfen ruhig kalt sein, denn die Aussage «Mindestens eine warme Mahlzeit am Tag» lässt sich wissenschaftlich nicht stützen.

 

Grundsätzlich empfiehlt sich eine ausgewogene Mischkost mediterraner Prägung: faserreiches Gemüse, Obst, Salat und Getreide, dazu wenig mageres Fleisch, Fisch und reichlich Olivenöl. Vor allem kaltgepresstes Olivenöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren, die helfen, die aufgenommenen Vitamine zu verarbeiten.

 

Spätes Essen schadet

Problematisch ist die beliebte Gewohnheit, an lauen Sommerabenden umfangreiche und oft auch ungewohnte Speisen zu essen. Die möglichen Folgen sind Störungen von Kreislauf und Verdauung sowie Schlafbeschwerden. Wer trotzdem erst spät essen will, kann mit Pfeffer die Fettverbrennung ankurbeln: Bei Versuchspersonen, die ihr fetthaltiges Menü mit viel Cayennepfeffer bestreuten, stieg der Energieumsatz um einen Drittel. Bei empfindlichen Menschen können solche Gewürze aber die Schleimhäute von Mund, Magen und Darm reizen. Zudem gilt: Je schärfer das Essen, umso mehr schwitzt man.

 

Wichtig ist auch, dass man genug trinkt. Bei grosser Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit verliert der Körper rund einen halben Liter Schweiss pro Stunde. Das hat Folgen: Ein Flüssigkeitsverlust von nur zwei Prozent des Körpergewichts vermindert die Leistungsfähigkeit markant.

 

Wohlsein bei Tee und Wasser

Wird der Verlust nicht ersetzt, ist die Versorgung der Muskelzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen eingeschränkt – es kann zu Schwindel, Durchblutungsstörungen, Erbrechen und Muskelkrämpfen kommen.

 

Die empfohlene Trinkmenge beträgt zwei bis drei Liter pro Tag, zu den heissesten Zeiten können es auch vier bis fünf sein. Trinken Sie regelmässig, in kurzen Abständen, dafür nicht zu viel aufs Mal. Besonders geeignet sind ungesüsste Früchte- und Kräutertees, verdünnte Fruchtsäfte sowie Wasser. Ungeeignet sind dagegen Softdrinks und Fruchtsäfte, da die meisten viel zu viel Zucker enthalten. Ebenfalls abzuraten ist von koffeinhaltigen Energy-Drinks, Schwarztee, Kaffee und alkoholischen Durstlöschern wie Bier oder einem gespritzten Weissen.

 

Hingegen kann auch ein Gazpacho oder eine kalte Gurkensuppe helfen, den Flüssigkeitsbedarf zu decken; zudem ersetzen sie das Salz, das beim Schwitzen verloren gegangen ist.

 

Sommermenü: Gut genährt trotz 25 Grad


Frühstück

Birchermüesli mit Haferflocken, frischem Obst und einem Bifidusjoghurt (für die Darmflora); Kaffee und Orangensaft

Znüni
Frisches Obst wie Pfirsich, Aprikosen oder Beeren; Getränk

Mittagessen
Salatteller mit Hüttenkäse oder einem Ei oder Fitnessteller mit verschiedenen Salaten und einem grillierten Kalbsplätzli; zum Dessert eine Kugel Glace; Getränke

Zvieri
Frisches Obst oder ein Milchshake mit Früchten

Abendessen
Gazpacho; Vitello tonnato mit Brot und Blattsalat oder Birchermüesli oder Hörnlisalat mit Käse und viel klein gewürfeltem Saisongemüse oder grilliertes Fleisch mit Salat, wenig Chips und Brot; Getränke

 

Rezept: Kalte Gemüsesuppe

Gazpacho ist eine spanische Gemüsesuppe, die kalt und meist als Vorspeise serviert wird. Sie eignet sich aber auch als Zwischenmahlzeit, besonders an heissen Sommertagen.

 

Zutaten für vier Personen:

  • 6 Tomaten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 3 Gurken
  • 2 Glas Wasser
  • Gewürze (Salz/Pfeffer)
  • 1⁄2 Tasse Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • Peterli
  • Zitronensaft
  • frisches Weissbrot

 

Zubereitung:

 

  • Bereiten Sie zuerst ein Dressing aus Olivenöl, frisch gepresstem Zitronensaft, Salz und Pfeffer zu.
  • Dann die anderen Zutaten fein hacken und dem Dressing beigeben.
  • Fügen Sie das Wasser hinzu und rühren Sie alles gut durch.
  • Mit Peterli bestreuen und gekühlt mit frischem Weissbrot servieren.
  • Sie können so viel Wasser zufügen, bis die Suppe die Dicke erreicht hat, die Sie mögen. Die Spanier essen ihren Gazpacho normalerweise dickflüssig, fast schon wie Brei.

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