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aktualisiert am 01. Dez 2010 15:21HIV und Aids

Das Wichtigste im Überblick

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Jedes Jahr werden in der Schweiz 600 bis 800 Menschen neu positiv auf HIV getestet. Einige Fakten und Infos zu Ihrem Schutz.

HIV und Aids: Das Wichtigste im Überblick

In der Schweiz leben rund 20'000 Menschen mit der Diagnose HIV. Jährlich werden zwischen 600 und 800 Menschen neu positiv auf den Erreger getestet. Für die Betroffenen stehen wirksame antiretrovirale Medikamente (ART) zur Verfügung. Diese Medikamente können Nebenwirkungen haben, müssen während des ganzen Lebens konsequent eingenommen werden und sind teuer. 2008 beliefen sich die jährlichen Aufwendungen für Behandlungen mit antiretroviralen Medikamenten (ART) zulasten der obligatorischen Krankenversicherung laut Hochrechnungen auf mehr als 200 Millionen Franken (zirka 8000 Patienten à 25 000 Franken), wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schreibt. Zwischen 30 und 50 Menschen sterben jedes Jahr an Aids. Eine Impfung gegen HIV ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

Die Zahl der Ansteckungen mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen - etwa Syphilis oder Gonorrhö - nimmt gemäss BAG stetig zu. Einige Erreger seien in der Schweiz sogar stärker verbreitet als im westeuropäischen Durchschnitt. Wer bereits eine andere sexuell übertragbare Krankheit hat, infiziert sich schneller mit HIV. Unbehandelt können solche Infektionen zudem schwerwiegende Folgen haben: chronische Erkrankungen, Krebs, Unfruchtbarkeit, Schwangerschaftskomplikationen sowie Schädigungen des Fötus oder Gebrechen bei Neugeborenen. (BAG)

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Wie wird HIV übertragen?

Das Virus wird mit Körperflüssigkeiten übertragen. Blut (auch Menstruationsblut) und Sperma enthalten das Virus in hoher Konzentration. Wenn diese Körperflüssigkeiten in die Blutbahn oder auf die Schleimhäute der Geschlechtsteile, des Mundes oder des Darms eines anderen Menschen gelangen, kann HIV übertragen werden.

Wie schützt man sich vor einer Ansteckung...

... wenn nicht beide mit Sicherheit wissen, dass sie sich nie angesteckt haben, oder wenn sie einander nicht treu sind?
Man sollte zwei goldene Regeln befolgen: vaginale und anale Penetration nur mit geprüften Präservativen oder Femidom; kein Sperma oder Menstruationsblut in den Mund.

Was, wenn es zu einer Ansteckung mit HIV gekommen ist oder gekommen sein könnte?

So schnell wie möglich, maximal jedoch innert 72 Stunden nach einer Ansteckung kann eine sogenannte medikamentöse PEP-Therapie begonnen werden. Die Therapie hat keine Erfolgsgarantie, dauert vier Wochen und wird von vielen Nebenerscheinungen begleitet. Je mehr Zeit vor Therapiebeginn vergeht, umso geringer sind die Chancen, eine Infektion noch abzuwehren.

Wo macht man einen HIV-Test?

Beim Arzt oder bei einer anonymen Teststelle. Ein anonymer Test kostet ungefähr 50 Franken. Wenn der Test beim Hausarzt gemacht wird, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Ist Aids heilbar?

Nein. Es gibt Behandlungsmethoden, aber weder Impfstoffe noch heilende Therapien.

Weitere Infos

Informationen rund um HIV, Aids und Safer Sex: aids.ch

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