Insektenstiche

Schmerzhafte Begegnungen

Text:
  • Daniel Burkolter
Bild:
  • Richard Bartz, Makro Freak, Wikimedia
Ausgabe:
16/07

Wespen, Bienen und Hornissen können im Sommer zu lästigen Begleitern werden. Und auch wenn ihre Stiche für Kinder meist relativ harmlos sind, ist Vorsicht geboten. Ein Insektenstich kann böse Folgen haben.

Insektenstiche: Schmerzhafte Begegnungen

Kinder sind im Sommer und im Herbst oft draussen unterwegs. Bienen, Wespen, Hornissen und ähnliche Fluginsekten können ihnen den Spass am Herumtollen aber gründlich verderben. Einfache Verhaltensregeln helfen, Stiche zu vermeiden - allerdings nicht immer.

Grundsätzlich gilt: Egal, ob Kind oder erwachsene Person, Insektenstiche sind für die meisten kein grosses medizinisches Problem. In der Regel bleibt es bei einer sogenannten Lokalreaktion. Dabei schwillt das Gewebe um die Einstichstelle an, in schweren Fällen eine ganze Extremität, zum Beispiel ein Bein oder ein Arm. Dies kann zu starken Schmerzen bis hin zu Fieber führen. Hochlagerung und Kühlung bringen etwas Linderung. Bei ausgeprägter Symptomatik empfiehlt sich ein linderndes Medikament vom Arzt. Die Einstichstelle sollte in jedem Fall desinfiziert werden.

 

Nicht immer aber läuft eine Begegnung mit einem Insekt glimpflich ab. Je nach Stelle und persönlicher Veranlagung kann ein Stich lebensbedrohend sein. Schnell landet eine Wespe im Sirupglas und dann mit einem Schluck im Rachen. Ihr Stich lässt die Schleimhaut anschwellen und kann die Luftwege verschliessen: Ersticken droht. Wichtig ist, dass in solchen Situationen immer sofort ein Arzt aufgesucht wird, noch bevor Atemnot zum Problem wird.

Bei Allergikern kommt es nach dem Stich meist innerhalb weniger Minuten zu Hautausschlägen, Herzrasen, Atemnot, Schwellungen bis hin zu Blutdruckabfall und Bewusstlosigkeit; egal, wo die Person gestochen wurde. Dieser sogenannte anaphylaktische Schock ist eine lebensbedrohende Situation. Sofortiges Handeln ist essentiell, weshalb Allergiker Notfallmedikamente auf sich tragen müssen, die einen Schock verhindern. Zur Überwachung wird eine anschliessende Spitalpflege empfohlen.

Wann wirds gefährlich?

Mit folgenden Vorsichtsmassnahmen kann man das Risiko, gestochen zu werden, minimieren:

 

  • Draussen nicht barfuss gehen.
  • Getränke abdecken und nie unbesehen einen Schluck trinken; ideal sind transparente Gläser.
  • Süssigkeiten, Früchte und andere Nahrungsmittel nicht draussen herumstehen lassen.
  • Nicht nach den Insekten schlagen, Nester nicht mit Steinen bewerfen.


Wenn jemand dennoch gestochen wird, kann es in folgenden Fällen gefährlich werden:

 

  • bei Allergikern;
  • bei Stichen in Mundhöhle oder Rachen;
  • bei Stichen in einen beringten Finger; wenn er anschwillt, kann ein Ring die Blutversorgung abschnüren.

 

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© Beobachter Ausgabe 16 vom 31. Jul 2007 - Alle Rechte vorbehalten

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