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Todesgedanken

Warnsignale und Hilfe

Ausgabe:
22/04

Der Wunsch, das eigene Leben zu beenden, reift nicht von heute auf morgen - die Alarmsignale machen sich meist lange im Voraus bemerkbar. Wenn man sie erkennt.

  • Eine schlechte psychische Verfassung, Niedergeschlagenheit oder abrupte Stimmungsschwankungen.

  • Schulverweigerung und Schulschwänzen.

  • Die Beschäftigung mit dem Tod in Zeichnungen, Aufsätzen oder Äusserungen.

  • Sozialer Rückzug, Abbruch von Freundschaften.

  • Verschenken von Gegenständen, die einem etwas bedeuten.

  • Häufige Unfälle und Eingehen von überhöhten Risiken.

  • Suizidabsichten, die in einer lustigen Art angedeutet werden, auch in Form eines Briefs, der eventuell rechtzeitig entdeckt werden kann.

  • Selbstschädigende Verhaltensweisen wie starker Suchtmittelkonsum oder massive Essprobleme.

  • Plötzliche Erleichterung und Ruhe, ohne dass sich an der Krisensituation etwas konkret verändert hat.


Was Eltern tun können

 

  • Sätze wie «Das wird schon wieder» oder «Das Leben kann doch so schön sein» sind kontraproduktiv. Stattdessen zeigen, dass man auch Krisen hat und selber nach Lösungen suchen muss.

  • Den Jugendlichen ihre Freiräume lassen, aber bei Isolation und Rückzug hellhörig werden.

  • Hilfe von aussen durch Beratungsstellen ansprechen und dadurch Vorurteile abbauen und aufzeigen, welche Hilfsangebote es gibt (Therapie, Jugendberatung).

  • Jede Art von Anzeichen einer Suizidalität (Selbstverletzung, Zeichen innerer Not, Depressionen, Suizidandeutungen) ernst nehmen und nicht zögern, medizinische Hilfe zu beanspruchen.

  • Ein gutes Gesprächsklima schaffen und auch den Kontakt mit anderen Jugendlichen zu Hause fördern, gemeinsames Essen, Wochenendausflug oder Ferien.

  • Klare Spielregeln in der Familie bei Konflikten aufstellen und Themen ausdiskutieren.

  • Das Eltern-Lehrer-Gespräch nutzen und Sorgen, Nöte oder Vermutungen auf den Tisch bringen und gemeinsame Lösungen suchen.


Quelle: S&E, Schule und Elternhaus Schweiz

© Beobachter Ausgabe 22 vom 28. Okt 2004 - Alle Rechte vorbehalten

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