Feuerwerk
Vorsicht beim Umgang mit Raketen & Co.!
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- Thinkstock Kollektion
Für viele gehört zu einer richtigen Silvesterfeier auch ein privates Feuerwerk. Doch Vorsicht: Das ist im wahrsten Sinne ein Spiel mit dem Feuer. Für Tiere sind Feuerwerke gar eine Tortur.
Bis zu 250 Mal jährlich führen Feuerwerksartikel zu Unfällen mit teils schweren Brandverletzungen. In den meisten Fällen sind eine unsachgemässe Handhabung und ein zu sorgloser Umgang mit Raketen, Vulkanen und Knallern die Ursache. Feuerwerkskörper, die im Detailhandel in den Verkauf gelangen, müssen gestützt auf die Sprengstoffgesetzgebung mit einer Gebrauchsanweisung (Verhaltens- und Sicherheitshinweise) ausgestattet sein. Es gibt kein ungefährliches Feuerwerk.
Für ein unfallfreies Silvester-Vergnügen befolgen Sie zudem die Empfehlungen der Beratungsstelle für Brandverhütung und des Bundesamts für Polizei:
- Informieren Sie sich beim Kauf über die Handhabung und lesen Sie die Gebrauchsanweisung.
- Halten Sie Kinder von Feuerwerkskörpern fern. Beaufsichtigen Sie Jugendliche und lehren Sie sie einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerk.
- Zünden Sie Feuerwerk nie inmitten von Menschenansammlungen.
- Halten Sie zu Gebäuden einen Abstand von mindestens 40 Metern.
- Basteln Sie keine Eigenkreationen. Das Verbinden von mehreren Feuerwerkskörpern kann zu gefährlichen Situationen führen.
- Starten Sie Raketen nur aus fest verankerten Flaschen oder Rohren.
- In der Nähe von Feuerwerk gilt striktes Rauchverbot.
- Bei Blindgängern mindestens zehn Minuten warten: Sie könnten doch noch explodieren.
- Bringen Sie defekte Feuerwerkskörper dem Verkäufer zurück. Defekte und nicht vollständig abgebrannte Feuerwerkskörper gehören nicht in den Abfall.
- Bedenken Sie beim Abbrennen von Feuerwerk, dass nicht alle Nachbarn Freude daran haben. Respektieren Sie ältere Leute, Familien mit Kleinkindern und Haustieren.
- Um das eigene Haus vor Irrläufern zu schützen, sind Türen, Fenster und Dachluken zu schliessen.
Feuerwerke sind eine Tortur für Tiere
Der Schweizer Tierschutz ruft in Erinnerung, dass die Knalleffekte von Feuerwerken bei vielen Tieren Angst und Panik auslösen. Sie verkriechen sich, wimmern, jaulen oder erleiden im Extremfall gar einen Herzstillstand. Das Hörvermögen der meisten Tiere ist sehr viel empfindlicher als das des Menschen. Die alljährliche Silvester-Knallerei bedeute daher für viele Tiere eine Tortur, derer sich die Menschen oft gar nicht bewusst sind. Wie Sie beim Feiern auf Haus- und Wildtiere Rücksicht nehmen und Gefahren minimieren können, erfahren Sie unter www.tierschutz.com oder im Merkblatt «Angst und Panik durch Feuerwerk» (PDF, 570 kb)
© Beobachter Online 29. Jul 2011 - Alle Rechte vorbehalten











