Sonnenschutz
Heisse Tipps für die Sommertage
Wo immer Sie sich aufhalten: Der Sonnenschutz sollte ein Thema sein.
- Kleidung: Textilien schützen besser vor UV-Strahlung, je dichter das Material verarbeitet ist, je dunkler der Stoff und je weiter die Kleider geschnitten sind. Künstliche Fasern schützen besser als Naturfasern, trockene Stoffe besser als nasse. Ob das Gewebe genügend dicht ist, können Sie ganz einfach testen: Halten Sie Shirt oder Hose gegen die Sonne. Strahlt sie durch, ist der Schutz ungenügend. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte beim Kauf nach dem Schutzfaktor UVP fragen und Kleidung mit mindestens Faktor 30 (europäischer Standard) oder 15 (australischer Standard) wählen. Zur sonnengerechten Kleidung gehört auch ein Hut.
- Haare: Wenn möglich sollte man nicht mit nassen Haaren an die Sonne gehen. Die UV-Strahlen bilden in Verbindung mit Feuchtigkeit Wasserstoffperoxid, das Haar wird heller und poröser. Nach jedem Meer- oder Süsswasserbad die Haare waschen. Statt Spülungen zu benutzen, kann man das Haar auch in warmem Brennnesseltee baden. Eine regenerierende Kur für Zuhause: Ein Eigelb plus ein Esslöffel Honig, gut mischen, ins gewaschene Haar massieren, 15 Minuten unter Plastik- oder Handtuchhaube wirken lassen, ausspülen.
- Brillen: Zu viel UV-Strahlung kann die Horn- und Bindehaut entzünden und erhöht das Risiko für grauen Star. Ausreichend Schutz bieten nur Sonnenbrillen mit der Deklaration «100% UV-Filter bis 400 Nanometer». Achtung: Es ist ein Irrtum, dass sehr dunkle Brillengläser besonders guten Schutz bieten – im Gegenteil, hinter dunklen Gläsern öffnet sich die Pupille stärker und lässt mehr Strahlung ins Auge.
- Schatten: Schattenbräune ist gleichmässiger und hält länger. Aber selbst unter Sonnenschirmen oder Bäumen wird das Sonnenlicht von Boden und Wasseroberfläche gestreut und reflektiert, vor allem bei dunstigem Himmel, auf Sand und bei Wasserflächen in der Umgebung. Deshalb gelten die Schutzregeln auch hier.
- Fenster: Auch Fenster bieten keinen absoluten Schutz vor UV-Strahlen. Diese können nämlich Fensterglas durchdringen, und bei hoher Lichtempfindlichkeit ist sogar ein Sonnenbrand möglich.
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© Beobachter Ausgabe 11 vom 27. Mai 2004 - Alle Rechte vorbehalten




