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Ökologie und die digitale Spasskultur

Text:
  • Dani Winter
Bild:
  • Website www.umverkehr.ch
Ausgabe:
18/09

Ökologie ist ein soziales An­liegen. Kein Wunder, nutzen Umweltorganisationen sozia­le Netz­werke im In­ternet.

Ölsardine vor Zug: Dank Youtube ist Protest keine Eintagsfliege.

UmverkehR etwa schickte unlängst als Ölsar­dinen verkleidete Aktivisten in überfüllte Züge und veröf­fent­lichte Videos der Aktio­nen auf You­tube und ­Facebook. Auch Greenpeace nutzt Facebook und Twitter. Bei Love­peace etwa kann man an Welt­verbes­se­rungs­aktio­nen teilnehmen und ­Freun­de finden. Die Facebook-Freun­de lassen sich allerdings leichter für Par­tys als für Ökothe­men be­geis­tern: Die Applikation «iChange» nutz­ten bisher monatlich gerade mal rund 200 User.

Auch der WWF hat ein Fa­ce­book-Experiment gestartet: «Face One Planet» will spielerisch zur Verkleinerung des ökologischen Fussabdrucks an­regen, der bei uns Schweizern bei 2,4 liegt. Das heisst: Würden alle so leben wie wir, bräuchten wir 2,4 Erden.

Die Facebook-Applikation belohnt Aktionen zur Verrin­gerung des Ressourcenverbrauchs mit Punkten. Diese lassen sich etwa beim Spiel «Light Bulb Twister» gewinnen, in dem man durch Schrau­ben mit der Computer­maus virtuell Glühbirnen durch Sparlam­pen ersetzt.

Die Aktio­nen sollen aber auch ins reale Leben übergreifen. Etwa indem man Facebook-Freunde zum vegetarischen «Panda-Menü» einlädt. Da sie sich direkt auf den Footprint auswirken, gibts für reale Aktionen besonders viele Punk­te: Je mehr jemand sammelt, desto kleiner wird sein Fuss­­abdruck – und desto reiner sein Gewissen.

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