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aktualisiert am 03. Jan 2011 10:33Sonnenfinsternis
Astronomisches Schauspiel ohne Augenschaden
Am 4. Januar 2011 ist in der Schweiz ist eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten. Das Schauspiel birgt aber auch Gefahren: Experten warnen vor direktem Blick in die Sonne.

Sonnenfinsternis vom 31. Mai 2003 (Bild: Onderwijsgek at nl.wikipedia)
In den Morgenstunden des 4. Januar 2011 ereignet sich über ganz Europa eine beachtliche partielle Sonnenfinsternis: In der Schweiz werden zwischen 9.09 und 9.14 Uhr gut zwei Drittel des Tagesgestirns durch den Mond verdeckt.
Wenn die Sonne gegen 8.13 Uhr (Zürich) aufgeht, ist der obere Sonnenrand bereits zu 10 Prozent durch den Mond verdeckt. Je höher die Sonne in den morgendlichen Himmel steigt, desto weniger ist von ihr sichtbar. Die Lichtsichel wird immer schmaler, und bei klarem Wetter wird man das einzigartige, leicht bleifarbene Licht der Finsternisdämmerung ausmachen können. Bei bedecktem Himmel wird es bis gegen halb zehn Uhr nicht richtig hell werden.
Das Finsternismaximum tritt in der Schweiz erstmals in der Region Genf um 9.09 Uhr ein. In Zürich wird der Höhepunkt um 9.13 Uhr erreicht, in der Ostschweiz und im Kanton Graubünden weitere zwei Minuten später. Die Sonnenflächenbedeckung erreicht in Zürich mit 67 Prozent eine beachtliche Grösse. Im Norden Europas erscheint die Sonne nur noch als noch dünne Sichel.
Das Ende der partiellen Sonnenfinsternis erlebt die Region Genf um 10.33 Uhr, in Zürich ist der Spuk um 10.38 Uhr vorbei.
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2081 wird es in der Schweiz richtig dunkel
Sonnenfinsternisse treten alle sechs Monate irgendwo auf der Erde auf. In der Regel gibt es pro Jahr zwei solche Ereignisse. 2011 ist in dieser Hinsicht rekordverdächtig, denn nach der Januar-Sonnenfinsternis gibt es am 1. Juni und am 1. Juli eine nächste Staffel partieller Sonnenfinsternisse, ehe die Sonne am 25. November über der Antarktis gleich noch ein viertes Mal verdunkelt wird.
In der Schweiz tritt die nächste partielle Sonnenfinsternis am 20. März 2015 ein. Noch etwas länger müssen die Schweizer auf die nächste totale Sonnenfinsternis warten: Diese wird im Norden und Nordosten der Schweiz am 3. September 2081 zu erleben sein. (Thomas Baer, astroinfo/www.astronomie.info)
Warnung vor Augenschäden!
Die Schweizerische Astronomische Gesellschaft und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) raten, das Ereignis nur durch spezielle Sonnenfinsternis-Brillen zu verfolgen. Wird die Sonnenfinsternis von blossem Auge oder mit einem ungeeigneten Hilfsmittel beobachtet, können auf der Netzhaut bleibende Verbrennungen entstehen. Deshalb müssen die Augen unbedingt entsprechend geschützt werden.
Keinesfalls sollen Hilfsmittel wie geschwärztes Glas, normale Sonnenbrillen, Filme, CD oder optische Instrumente ohne Spezialfilter verwendet werden. Die Gefahr von Verletzungen ist umso grösser, als eine Verbrennung der Netzhaut von keinerlei Schmerzen begleitet ist und sich Schäden erst einige Stunden später bemerkbar machen.
Das BAG empfiehlt, im Optikergeschäft, in der Apotheke oder Drogerie eine spezielle Sonnenbeobachtungsbrille zu kaufen. Die Brillen sollten zertifiziert sein und die CE-Kennzeichnung tragen. Es sollten keine Beobachtungsbrillen verwendet werden, die beschädigt sind oder ältere Modelle, bei denen unklar ist, ob sie noch genügenden Schutz bieten.
Auch mit Sonnenbeobachtungsbrille ist Vorsicht geboten. Die selten optimal sitzenden Kartonfassungen können verrutschen oder reissen, dies insbesondere bei Brillenträgern und Kindern. Auch sollten Kinder beim Sonnenbeobachten immer unter Aufsicht sein. (BAG)
Weitere Infos
Weitere Informationen zum Himmelsspektakel vom 4. Januar finden Sie unter www.astronomie.info
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