Faszinierend sind Höhlen auch ganz ohne New-Age-Mystik. Nur schon deshalb, weil sie Jahrtausende scheinbar unverändert überdauern.
Höhlen gehören zu den ältesten Kultorten der Geschichte. Denn sie eignen sich ausgezeichnet für Rituale und Meditationen. Sie gelten als Orte der Kraft und der Weisheit, als Pforten zur Unterwelt und zum Totenreich. Druiden, Priesterinnen, Weise und Heilige zogen sich gern in Höhlen zurück, um spirituelle Erfahrungen zu machen.
Von der Bedeutung der Höhle für unsere Vorfahren zeugen auch die bis zu 31'000 Jahre alten Höhlenmalereien in Europa. Forscher vermuten, dass diese «Höhlenkunst» auch einen religiösen Hintergrund hatte. «In Grotten spürt man einen Hauch Ewigkeit», schrieb Blanche Merz, die selbsternannte «Geobiologin» und Autorin des Kultbuchs «Orte der Kraft in der Schweiz». Höhlen und Grotten würden besonders hohe «Bovis-Einheiten» aufweisen, einen Wert, mit dem man angeblich die Lebensenergie von Substanzen, Organismen und Örtlichkeiten messen kann. Eine allerdings höchst umstrittene Methode (siehe auch «Esoterik: Das Rätsel der Schwingungen und Kraftadern»).
Auch wer keine «durchdringende Resonanz in unseren Bewegungszentren» spürt – die Beobachtung von Merz, dass sich in Höhlen und Grotten eine tiefe Ruhe in unserem Innern einstellen kann, lässt sich nicht leugnen. Tief drinnen im Fels gibt es keinen Lärm, keine Ablenkung, nur Stille und Dunkel. Man ist auf sich selbst zurückgeworfen.
Die meisten der rund 8000 Schweizer Höhlen befinden sich
in Kalkgesteinszonen. Das poröse Gestein ist unterschiedlich geformt und verwittert, was die Höhlen besonders reizvoll macht.Kraftort-Anhänger glauben, dass die geologischen Gegebenheiten die Ausstrahlung von Orten der Kraft beeinflussen, und poröse Gesteinsarten gelten als besonders kraftortverdächtig.
Doch faszinierend sind Höhlen auch ganz ohne New-Age-Mystik. Nur schon deshalb, weil sie Jahrtausende scheinbar unverändert überdauern. Zur Ehrfurcht mischt sich oft ein Quäntchen Angst und lässt uns moderne Menschen erschauern. Und das zu Recht: Tiefe Höhlensysteme sind für Unkundige lebensgefährlich.
Magische Höhlen und Grotten
Ein Hauch von Ewigkeit
Faszinierend sind Höhlen auch ganz ohne New-Age-Mystik. Nur schon deshalb, weil sie Jahrtausende scheinbar unverändert überdauern.
Kein Lärm, keine Ablenkung, nur Finsternis: Aber in der Beatushöhle soll der Legende nach einst ein Drache gehaust haben.
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Höhlen gehören zu den ältesten Kultorten der Geschichte. Denn sie eignen sich ausgezeichnet für Rituale und Meditationen. Sie gelten als Orte der Kraft und der Weisheit, als Pforten zur Unterwelt und zum Totenreich. Druiden, Priesterinnen, Weise und Heilige zogen sich gern in Höhlen zurück, um spirituelle Erfahrungen zu machen.
Von der Bedeutung der Höhle für unsere Vorfahren zeugen auch die bis zu 31'000 Jahre alten Höhlenmalereien in Europa. Forscher vermuten, dass diese «Höhlenkunst» auch einen religiösen Hintergrund hatte. «In Grotten spürt man einen Hauch Ewigkeit», schrieb Blanche Merz, die selbsternannte «Geobiologin» und Autorin des Kultbuchs «Orte der Kraft in der Schweiz». Höhlen und Grotten würden besonders hohe «Bovis-Einheiten» aufweisen, einen Wert, mit dem man angeblich die Lebensenergie von Substanzen, Organismen und Örtlichkeiten messen kann. Eine allerdings höchst umstrittene Methode (siehe auch «Esoterik: Das Rätsel der Schwingungen und Kraftadern»).
Auch wer keine «durchdringende Resonanz in unseren Bewegungszentren» spürt – die Beobachtung von Merz, dass sich in Höhlen und Grotten eine tiefe Ruhe in unserem Innern einstellen kann, lässt sich nicht leugnen. Tief drinnen im Fels gibt es keinen Lärm, keine Ablenkung, nur Stille und Dunkel. Man ist auf sich selbst zurückgeworfen.
Die meisten der rund 8000 Schweizer Höhlen befinden sich in Kalkgesteinszonen. Das poröse Gestein ist unterschiedlich geformt und verwittert, was die Höhlen besonders reizvoll macht.Kraftort-Anhänger glauben, dass die geologischen Gegebenheiten die Ausstrahlung von Orten der Kraft beeinflussen, und poröse Gesteinsarten gelten als besonders kraftortverdächtig.
Doch faszinierend sind Höhlen auch ganz ohne New-Age-Mystik. Nur schon deshalb, weil sie Jahrtausende scheinbar unverändert überdauern. Zur Ehrfurcht mischt sich oft ein Quäntchen Angst und lässt uns moderne Menschen erschauern. Und das zu Recht: Tiefe Höhlensysteme sind für Unkundige lebensgefährlich.
Mystik beim Ausflug in das Innere der Erde
www.ebenalp.ch
www.aescher-ai.ch
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© BeobachterNatur Ausgabe 5 vom 01. Jun 2011 - Alle Rechte vorbehalten