Am Freitag, 29. Juli, war der Internationale Tag des Tigers. Zur Feier des Tages verkündete der WWF gute Neuigkeiten. Zumindest zum Teil.
In den letzten fünf Jahren hat die Zahl der wild lebenden Tiger auf dem indischen Subkontinent um einen Fünftel auf heute 1706 Tiger zugenommen: Dies zeigt eine gerade publizierte Studie, die vom indischen Umwelt- und Forstministerium in Neu-Delhi unter Mitwirkung des WWF veröffentlicht wurde.
Doch von Entwarnung könne keine Rede sein: Neben dem Kaspischen, dem Bali- und dem Java-Tiger gilt auch der Südchinesische Tiger unter Experten bereits als «praktisch ausgestorben».
Auch auf der indonesischen Insel Sumatra gibt es nur noch zirka 400 Tiger – womit auch der Sumatra-Tiger als akut bedroht gilt. Vor Ort koordiniert das «Tiger Survey Team» des WWF die Schutzbemühungen. Geleitet wird das Team von der Indonesierin Karmila Parakkasi, genannt Mila. «Wir geben unser Bestes, um die Tiger-Population zu stabilisieren. Doch wenn der Tiger auf Sumatra eine Zukunft haben soll, muss die Vernichtung seiner Heimat, dem Regenwald, endlich gestoppt werden», so Mila.
Weltweit leben nur noch 3200 Tiger. Sie kommen nur noch in 13 Ländern vor. Die Wilderei und die Zersiedlung ihres Lebensraums durch Industrie und Landwirtschaft üben grossen Druck auf die Bestände aus. Doch der WWF hat ein ambitioniertes Ziel: Bis 2022 will er die Zahl der Tiger verdoppeln. (WWF)
Das Wichtigste zum Tiger in Kürze (PDF, 267 kb)
Aktuelles über Milas Engagement für den Tiger über Twitter
Das «Tiger Survey Team» des WWF bei der Arbeit:
Drei junge Tiger beim Spielen:
© BeobachterNatur Online 28. Jul 2011 - Alle Rechte vorbehalten
aktualisiert am 28. Jul 2011 14:57Artenschutz
Internationaler Tag des Tigers
Am Freitag, 29. Juli, war der Internationale Tag des Tigers. Zur Feier des Tages verkündete der WWF gute Neuigkeiten. Zumindest zum Teil.
Tiger
Die grösste Wildkatzenart der Erde hat eine ungewisse Zukunft: Streiften vor 100 Jahren noch etwa 100'000 Tiger durch die Wälder zwischen Anatolien und dem russischen fernen Osten, sind es heute gerade noch knapp 3200 Tiere. (Bild: Babirusa)
Sumatra-Tiger
Der Sumatra-Tiger ist die kleinste der sechs überlebenden Unterarten des Tigers. Er hat Schwimmhäute zwischen den Zehen, die ihn zu einem sehr schnellen Schwimmer machen. Im Gegensatz zu vielen anderen Katzenarten bewegen sich Tiger auch im Wasser fort und nehmen an heissen Tagen ein erfrischendes Bad. Der Sumatra-Tiger lebt nur in den Wäldern und Sümpfen der indonesischen Insel Sumatra und ist somit die am südlichsten vorkommende Tiger-Art. (Foto: David Lawson, WWF-UK)
sibirischer-tiger
Der Amur-Tiger, auch als Sibirischer Tiger bekannt, ist die grösste lebende Katzenart. Sein Verbreitungsgebiet reichte einst vom Baikalsee bis nach Korea und Sachalin. Heute ist sein Vorkommen auf einen schmalen Küstenstreifen am Japanischen Meer im Grenzgebiet zwischen Nordkorea, China und Russland beschränkt. (Foto: S. Taheri)
Indischer-Tiger
Der Königstiger ist nach dem Sibirischen Tiger die grösste Unterart des Tigers. Die auf dem Indischen Subkontinent verbreitete Tiger-Unterart wird auch Bengal-Tiger oder Indischer Tiger genannt. Nur beim Königstiger kommen in der Natur vereinzelt die sogenannten Weissen Tiger vor. (Foto: Steve Ewans)
weisser-tiger
Weisser Tiger: ein Teilalbino (Bild: Céréales Killer)
suedchinesischer-tiger
Der Südchinesische Tiger ist eine sehr seltene Unterart des Tigers. Nach WWF-Angaben gibt es, wenn überhaupt, nur noch ein paar vereinzelte Individuen in freier Wildbahn. (Foto: World66)
indonesischer-tiger
Der indochinesische Tiger ist die dem Königstiger ähnlichste Subspezies. (Foto: R. Altenkamp)
malaysischer-tiger
Der Malaysia-Tiger wurde erst 2004 wurde durch Genanalysen als eigenständige Unterart erkannt. (Bild: B_cool from SIN, Singapore)
Balitiger
Das einzige bekannte Farbfoto eines Balitigers: Es wird davon ausgegangen, dass der Balitiger Anfang der 1940er Jahre ausgerottet wurde.
kaspischer-tiger
Kaspischer Tiger im Berliner Zoo, zirca 1899. Mutmasslich in den 1970er Jahren ausgestorben.
Javatiger
Erlegter Java-Tiger, 1941, in Malingping in Banten, West-Java. Die einst auf der indonesischen Insel Java beheimatete Tiger-Unterart wurde in den 1980er Jahren ausgerottet. (Bild: Tropenmuseum of the Royal Tropical Institute (KIT))
In den letzten fünf Jahren hat die Zahl der wild lebenden Tiger auf dem indischen Subkontinent um einen Fünftel auf heute 1706 Tiger zugenommen: Dies zeigt eine gerade publizierte Studie, die vom indischen Umwelt- und Forstministerium in Neu-Delhi unter Mitwirkung des WWF veröffentlicht wurde.
Doch von Entwarnung könne keine Rede sein: Neben dem Kaspischen, dem Bali- und dem Java-Tiger gilt auch der Südchinesische Tiger unter Experten bereits als «praktisch ausgestorben».
Auch auf der indonesischen Insel Sumatra gibt es nur noch zirka 400 Tiger – womit auch der Sumatra-Tiger als akut bedroht gilt. Vor Ort koordiniert das «Tiger Survey Team» des WWF die Schutzbemühungen. Geleitet wird das Team von der Indonesierin Karmila Parakkasi, genannt Mila. «Wir geben unser Bestes, um die Tiger-Population zu stabilisieren. Doch wenn der Tiger auf Sumatra eine Zukunft haben soll, muss die Vernichtung seiner Heimat, dem Regenwald, endlich gestoppt werden», so Mila.
Weltweit leben nur noch 3200 Tiger. Sie kommen nur noch in 13 Ländern vor. Die Wilderei und die Zersiedlung ihres Lebensraums durch Industrie und Landwirtschaft üben grossen Druck auf die Bestände aus. Doch der WWF hat ein ambitioniertes Ziel: Bis 2022 will er die Zahl der Tiger verdoppeln. (WWF)
Zahlen und Fakten
Das Wichtigste zum Tiger in Kürze (PDF, 267 kb)
Aktuelles über Milas Engagement für den Tiger über Twitter
Dok-Film
Das «Tiger Survey Team» des WWF bei der Arbeit:
Video
Tiger mit Jungtieren:
Kamerafalle
Drei junge Tiger beim Spielen:
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