Siebenschläfer

Unerwünschte Untermieter

Text:
  • Stefan Bachmann
Bild:
  • Blaž Šegula

Siebenschläfer ziehen ihre Jungen gerne in Häusern auf, was nachts manchmal zu Störungen führt. Was Sie in solchen Fällen tun können.

Siebenschläfer suchen sich manchmal ein Gebäude als Nest- und Schlafplatz aus. Besonders gerne bewohnen sie Tessiner Rustici, Scheunen oder Dachstöcke von Häusern am Waldrand. In Sommernächten kann es dann zu einigem Lärm kommen, etwa wenn die Tiere abends aufwachen oder wenn die Jungen miteinander spielen. Siebenschläfer sind sehr stimmfreudig: Sie quieken, pfeifen, zwitschern und murmeln.

Was ist zu tun, wenn man sich mit seinen lauten Untermietern nicht anfreunden möchte? Die Tiere zu vertreiben sollte man aus Rücksicht vor den Jungtieren im Nest nicht in der Zeit von Anfang Juni bis Ende August ins Auge fassen. Verwenden Sie nie Gift, da die Tiere dadurch qualvoll verenden. Möglich wäre hingegen eine Vergällung mit Räucherstäbchen, Pfeffer, Essig oder Katzenabwehrsprays.

Die Tiere einzufangen, ist eine weitere Möglichkeit. Wieder sollte dies entweder vor Juni oder dann nach August geschehen. Verwenden Sie nur Lebendfallen, welche die Tiere nicht töten, kontrollieren Sie diese regelmässig und bringen Sie die gefangenen Tiere in einen weit entfernten, unterholzreichen Wald. Ist der Wald näher als fünf Kilometer vom Haus entfernt, dürften die Siebenschläfer wohl schon in der nächsten Nacht zurück sein.

Siebenschläfer: Unerwünschte Untermieter

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