Baumkunde
Was grünt denn da?
- Bild:
- Moritz, pixelio.de
Sehen Sie manchmal vor lauter Wald die Bäume nicht mehr? Dann schauen Sie doch mal genauer hin und lernen Sie die häufigsten Waldbäume der Schweiz besser kennen.
Einen Baum allein an seinen Blättern beziehungsweise Nadeln zu erkennen, ist je nachdem schwierig: Man weiss vielleicht, dass es ein Ahorn ist – doch handelt es sich um einen Berg-, Feld- oder Spitzahorn? In unserem Baumquiz finden Sie darum auch Bilder von Rinde, Blüte und Frucht eines Baumes, die bei der Identifizierung helfen können. Klicken Sie beim jeweiligen Bild des Blattes oben rechts in den Pfeil, um die Bildgalerie zu öffnen und immer mehr über den gesuchten Baum zu erfahren. Das letzte Bild ist jeweils die Auflösung. Viel Spass!
Frucht002
Seine Früchte drehen sich im Wind rund 16 mal pro Sekunde und werden oft über 100 Meter weit getragen. (Bild: Frank Vincentz)


Baum002
Der Bergahorn ist in der Schweiz weit verbreitet, besonders häufig sieht man ihn im Jura, im östlichen Mittelland und in den Voralpen. In der Schweiz wird der Bergahorn auch Bärgahorn, Ahore, Ohorne, Uhorne, Auhoora, Orn, Ore, Or, Waldahorn, Wiiss-Ahorn, Rot-Ahorn oder Chüestudäbaum genannt (Bild: Willow)


Rinde004 Jean-Pol
Dieser Baum kann 30 bis 40 Meter hoch und bis zu 400 Jahre alt werden. (Bild: Jean-Pol Grandmont)


Baum004 Osgood
Die Bergulme kommt in der Schweiz vor allem in den zentralen und östlichen Vor- und Nordalpen und im mittleren Jura vor. Die Bestände nehmen infolge der tödlichen Ulmenwelke laufend ab. Im Dialekt wird die Bergulme auch Ilme, Olma, Elme, Iium, Bärg-Ilm, Schteilinde, Wöldi Lendä, Rüester, Ruesch oder Ruzbaum genannt. (Bild: Garry R. Osgood)


Rinde020 aha
Dieser Baum kann eine Höhe von rund 30 Metern erreichen und ein Alter von über 1000 Jahren. (Bild: aha)


Baum020 Waugsberg
Die Winterlinde ist im östlichen Mittelland, den Föhntälern der Nordalpen und auf der Alpensüdseite sehr verbreitet. Sie wird im Schweizerdeutschen auch Lende, Linne, chleiblätterigi Linde, Winterlinge, Steinlinde, Steylenda, Berglinde, Birelinde, Rosslinde, Ruesslinde, Schmallindä oder Spitzlinde genannt. (Bild: Waugsberg)


Bluete012
Viele Allergiker leiden besonders, wenn dieser Baum von Ende März bis Ende April seine Pollen freigibt. (Bild: Martin Röll)


Baum012
Die Birke ist in der Schweiz besonders auf der Alpensüdseite anzutreffen. Auch in den Alpen kommt sie teilweise häufig vor, in den Voralpen und im Jura hingegen ist sie eher selten. Im Schweizerdeutschen wird die Birke auch Birch, Berke, Börcha, Bilchä, Bilka, Börha, Harzerä oder Berchulti genannt. (Bild: Verena N., pixelio.de)


Baum015
Die Eberesche oder Vogelbeere hat in der Schweiz ihre dichteste Verbreitung im westlichen Jura und Alpenraum sowie zwischen 1000 und 1600 Metern über Meer. Sie wird auch Vogeleschi, Eberesche, Äbarescha, Schwiiesche, Stinkösche, Wielesche, Wüelesche, Wildesche, Welesche, Wielerche, Büelesche, Nielesche, Gürmsch, Girmsch, Gürgetsch, Göretsch, Gürratsch, Girigitsch, Girrätsch, Gürütsch, Bärwid, Eschvogelbeerbom, Gaisseleiterli, Güggelhödis, Lischme, Mooseisch, Moosesch oder Wiissmehlbomm genannt. (Bild: Giallopolenta)


Nadelbaum Rinde 002
Dieser Baum wird 30 bis 50 Meter hoch und 500 bis 600 Jahre alt. (Bild: Pavle Cikovac)


Zapfen 002
Nach der Samenreife ab Ende September fallen die Zapfen nicht als Ganzes ab, vielmehr zerfallen sie: Bei den «Tannenzapfen», die jeweils am Waldboden zu finden sind, handelt es sich um Fichtenzapfen. (Bild: Steffen Strickrodt, pixelio.de)


Nadelbaum 002
Weisstannen wachsen in einigen Gebieten der Schweiz überhaupt nicht (Engadin, Rheinwald, Obergoms, Mattertal, Region Davos, Teile des Südtessins), andernorts wiederum wachsen sie besonders dicht (Emmental, Napf). In der Schweiz wird sie auch Wisstannä, Tannä, Wissbaum, Tannenbaum oder Tschwiggentannli genannt. (Bild: Nostrifikator)


Nadelbaum 003
Die Waldkiefer oder Waldföhre; den grössten Anteil weist die Waldföhre im Wallis auf. Im Dialekt wird sie auch Föhrä, Fora, Faar, Furä, Forche, Forchli, Fiechte, Dählä, Thäla, Bähle, Brächnuss, Chien, Chiernes, Förriholz, Kiefer, Kienbaum, Rotföhre oder Rotdähle genannt. (Bild: Usama ibn Saddam ben Yorik)


Nadelbaum Rinde 004
Der Baum kann 20 bis 30 Meter hoch und bis zu 1000 Jahre alt werden. (Bild: Joujou, pixelio.de)


Nadelbaum 004
Die Arve beziehungsweise Zirbelkiefer wächst in der Schweiz hauptsächlich im Engadin und in den südlichen Walliser Seitentälern. Über 80 Prozent des Bestands findet sich oberhalb von 1800 Metern über Meer. Die Zirbelkiefer kann Temperaturen von bis zu -50 Grad aushalten. In der Schweiz wird sie auch Arbä, Zirbelnussbaum, Zirbe, Zürbel, Zierbele oder Zeipe genannt. (Bild: Terra3)


Nadelbaum Bluete 005
Weibliche (rot) und männliche Blüten; Blütezeit ist von März bis Mai. (Bild: Dezidor)


Nadelbaum 005
Lärchen sind sommergrüne Bäume, die im Spätherbst ihre nadelförmigen Blätter abwerfen. Die Häufigkeit der Lärche im Alpenraum entspricht nicht dem natürlichen Vorkommen: Infolge von Kahlschlägen und durch die Wiederbewaldung von Alpweiden konnte die Lärche ihr Areal um das 5- bis 20-Fache ausgeweiten. Sie wird auch Larcha, Leerch, Lierch, Lärchtanne oder Lortanne genannt. (Bild: Schlurcher)


Nadelbaum Rinde 006
Dies sind langsam wachsende, immergrüne Sträucher oder kleine bis mittelgrosse Bäume, die über 1000 Jahre alt werden können. (Bild: Svein Harkestad)


Nadelbaum 006
Die Hauptverbreitung der Eibe liegt in der Nordostschweiz und im Jura. Sie wird auch Eibe, Eiä, Eia, Ei, Ye, Yen, Yä, Ya, Y, Yelä, Yäli, Yali, Yli, Ybe, Yba, Yb, Ible, Ibli, Ibsche, Ywe, Ywa, Yche, Ygs, Ibetane, Yboun, Ybuum, Iholz, Schnuderbeeri oder Schluderbeeri genannt. (Bild: Posser1954)


Quellen: Schweizerisches Landesforstinventar; Bilder: Wikimedia Commons.
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Waldsterben?
Die Waldflächen wachsen – und die Wälder werden wilder.