Entdeckungen

Eisbrecher – Quallen-Taxi – Nacht-Kletterer

Text:
  • Stefan Bachmann
Ausgabe:
23/09

Faszinierende Aufnahmen aus der Natur – für Sie gefunden.

Der Klimawandel macht Eisbrechern Konkurrenz

Entdeckungen: Der Klimawandel macht Eisbrechern Konkurrenz

Foto: Yann Arthus-Bertrand/Altitude; «Home», eine Koproduktion Elzévir Films/EuropaCorp

Ein Eisbrecher der Küstenwache Kanadas kämpft sich durchs Packeis der Nordwestpassage. Dieser Seeweg führt durch das Inselgewirr der kanadischen Arktis und verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. Seine regelmässige Nutzung als Schiffsweg war bisher unmöglich. Mit dem Klimawandel ändert sich das. Im Sommer 2007 war die Passage erstmals komplett eisfrei, ebenso 2008. Für die Schifffahrt eröffnen sich so neue Perspektiven: Wenn die Frachter nicht mehr den Suezkanal passieren müssen, verkürzt sich die Strecke Rotterdam–Tokio um 5000 Kilometer.

Per Anhalter durch den weiten Ozean

Entdeckungen: Per Anhalter  durch den  weiten Ozean

Foto: Norbert Wu/Science Faction/Corbis/RDB

Was macht eine junge Krabbe der Art Cancer gracilis, wenn sie schnell von A nach B gelangen will? Sie nimmt ein Quallen-Taxi. Vor allem die purpurn gestreifte Qualle namens Chrysaora colorata, die einen Durchmesser von 70 Zenti-metern haben kann, wird häufig mit Jungkrabben an Bord gesichtet. Manchmal reiten über 50 kleine Gäste mit. Dabei dient das Taxi auch als Restaurant – denn von dem, was die Qualle erbeutet, fällt auch etwas für die kleinen Krabbler ab. Sind diese genügend gross, steigen sie ab und suchen sich am Meeresgrund ein neues Heim.

Früh übt sich, was ein Kletterprofi werden will

Entdeckungen: Früh übt sich, was ein Kletterprofi werden will

Foto: Frank Lukasseck/Corbis/RDB

Drei junge Opossums bereiten sich mit Turnübungen auf das gefährliche Leben vor. Eben dem mütterlichen Beutel entsprungen, erkunden sie die Welt.Opossums sind amerikanische Beuteltiere, die als Kulturfolger auch in Dörfern und Städten angetroffen werden. Den Tag verbringen sie in hohlen Bäumen, Erdbauten oder Gartenhäuschen; nachts naschen sie Käfer, Früchte oder auch mal Katzenfutter. Die Jungen verbringen die ersten zwei bis drei Monate im Beutel, fest­ge­saugt an einer Zitze. Bei der Geburt wiegen sie nur 0,2 Gramm.

Anzeige:

© BeobachterNatur Ausgabe 23 vom 12. Nov 2009 - Alle Rechte vorbehalten

created by snowflake productions gmbh