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Artenvorkommen

Der Fischotter ist zurück

Seit 1990 galt der Fischotter in der Schweiz als ausgestorben. Jetzt wurde er erstmals wieder gesichtet.

Eine kleine Sensation: der Fischotter im Kraftwerk Reichenau (Bild: Amt für Jagd und Fischerei, Kanton Graubünden)

Seit anfangs Dezember 2009 konnte beim Kraftwerk Reichenau in Domat/Ems mehrmals ein Fischotter festgestellt werden, wie das Amt für Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden mitteilte. Seine Präsenz wurde im Rahmen der automatischen Videoüberwachung des Fischaufstiegs in der Fischtreppe des Kraftwerkes nachgewiesen.

Die Unterwasser-Filmdokumente des Amtes für Jagd und Fischerei zeigen, dass es sich beim beobachteten Tier um einen rund 70 Zentimeter grossen Fischotter handelt. Der ursprünglich in der ganzen Schweiz heimische Fischotter gilt bei uns als ausgestorben. In den letzten Jahren konnten in der Schweiz nur Tiere nachgewiesen werden, die aus Haltungen entkommen waren. Im letzten Jahr war es ein Zwergotter, der am Murtensee beobachtet und eingefangen werden konnte.

Ob es sich beim beobachteten Fischotter um ein natürlich zugewandertes Individuum oder ebenfalls um ein aus einer Haltung entflohenes Exemplar handelt, kann zurzeit nicht gesagt werden. Erst die Sicherstellung und Analyse von genetischem Material (Kot, Haare) kann darüber Aufschluss geben. Die nächsten Ottervorkommen liegen in Bayern und Tirol. Die Sichtung des Fischotters an Land gelang bisher nicht. Das Amt für Jagd und Fischerei bittet die Bevölkerung, allfällige Beobachtungen zu melden. (Amt für Jagd und Fischerei, Kanton Graubünden)

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