PC-Games

Computerspiel-Entwickler entdecken Natur als Thema

Text:
  • Esther Banz
Bild:
  • Screenshot aus «Einsatz Erde»
Ausgabe:
3/09

PC-Spiele habe nicht den besten Ruf. Jedoch gibt es auch welche, die weder mit Geschwindigkeit noch Gewalt um Spieler buhlen, sondern auf vielfältige Weise die Natur thematisieren.

Wie ein Bauer aus seinem Hof ein rentables Unternehmen macht, woher die Milch kommt und wie sie in den Supermarkt gelangt: All das können Jugendliche spielend erfahren. Bauernhofspiele gibts zuhauf. Unter ihnen ist das 2008 erschienene PC-Spiel «Der Landwirtschafts-Simulator» ein Erfolg. Während sich Eltern auf dem Land fragen: «Warum soll mein Kind vor dem PC sitzen, wenn es all das auch vor der Haus­tür erleben kann?», soll es in Städ­ten ja Kinder geben, denen Nachhilfeunterricht nichts schaden kann.

Was ökologisches Bewirtschaf­ten von Feldern bedeutet, werden sie aber kaum lernen. Denn im «Landwirtschafts-Simulator» werden nicht Tiere und Pflanzen mit Liebe zum Detail dargestellt, sondern die Traktoren und Mähdrescher der Marke Fendt. Mehr Interesse an der Natur zeigen die «Einsatz Erde»-Spie­le, die in Zusam­menarbeit mit dem WWF entstanden sind. In «Die Tierretter», «Insel in Gefahr» und «Rettet die Meeres­tiere» lernen Kinder allerlei über Ökosysteme. Die Herstellerin Ubi­soft überwies dem WWF 100'000 Euro für Projekte auf Borneo. Ein bemerkenswerter Einsatz für eine Firma, die ihr Geld mitunter mit Spielen verdient, in denen Kinder das Schiessen lernen.

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© BeobachterNatur Ausgabe 3 vom 04. Feb 2009 - Alle Rechte vorbehalten

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