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      Bei den Pferden in Avenches

      Das Nationalgestüt in Avenches setzt sich für die Erhaltung des Freiberger Pferdes ein, der einzigen ursprünglich schweizerischen Pferde­rasse. Das Gestüt betreibt angewandte Forschung, stellt Zuchthengste und eine ­Samenbank zur Verfügung, ist aber auch eine Anlaufstelle für private Pferdehalter und bei Schulklassen als Ausflugsziel ­beliebt. Nun soll die Einrichtung Sparplänen des Bundes zum ­Opfer fallen.

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      Emma-Kunz-Grotte: Kraftort im Aargau

      Mitten im Mittelland befindet sich einer der angeblich stärksten Kraftorte der Schweiz: die Emma-Kunz-Grotte in den ­Römersteinbrüchen von Würenlos. Sie trägt den Namen der Heilpraktikerin und Künstlerin, die sie 1942 entdeckt hat. Um die «energetische Kraft» der Wunderhöhle zu spüren, ­pilgern noch heute vor allem Frauen aus aller Welt in den Aargau.

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      Most und Schnaps für den Steinkauz

      Der Herbst ist die Zeit des Mostens – auch im aargauischen Fricktal. Hier haben sich elf ­Bauern zusammengeschlossen, mit dem Ziel, nicht nur Biomost, gedörrte Pflaumen und Schnaps zu produzieren, sondern damit auch die Natur zu schützen. Ihr Obst stammt von Hochstammanlagen, die selte­nen Arten wie dem Steinkauz Lebensraum bieten. Doch vom Apfel bis zum Most ist es ein weiter Weg.

Evolution

Echsen lösen das Rätsel der Grösse

Text:
  • Pia Heinemann
Bild:
  • Robert Michniewicz

Was passiert eigentlich genau, wenn Tiere neue Ökosysteme besiedeln? Bei Anolis-Echsen haben Evolutionsbiologen nun ein Muster entdeckt.

  • Dieser Artikel stammt von
Evolution: Echsen lösen das Rätsel der Grösse

Anolis carolinensis

Evolutionsbiologen, die die Entstehung von Arten erforschen, stehen vor unzähligen Problemen. Sie wissen, dass sich Spezies verändern, sie können prognostizieren, welche Arten durch die Veränderung von Lebensräumen verschwinden werden – und dennoch werden sie nie genau wissen, wer ein neues Ökosystem wann und wie besiedeln wird. Denn noch ist das Wissen über die Regeln der Evolution zu ungefähr, als dass sichere Prognosen möglich wären.

Anolis-Echsen, die wegen ihrer Haftsolen unter den Füssen nur zu gerne mit Geckos verwechselt werden, sollen die Biologen bei ihrer Regelsuche helfen. Vor rund 40 Millionen Jahren haben sie sich entwickelt und nach und nach die karibische Inselwelt von Südamerika aus erobert. Auf jeder Insel fanden sie andere Lebensbedingungen vor, an jede Insel mussten sie sich unterschiedlich anpassen. Forscher um Luke Mahler von der Harvard-Universität in Boston haben nun das Tempo der Besiedelung und die anatomische Anpassung und Artaufspaltung der Anolis-Echsen ganz genau untersucht. Sie glauben, eine neue Regel der Evolution gefunden zu haben.

Das Ergebnis: Die Anolis-Echsen, die zuerst auf einer Insel ankamen, haben sich das fremde Terrain sehr schnell untereinander aufgeteilt: Manche bezogen Felsspalten, anderen Baumwipfel, und wieder andere breiteten sich im Buschwerk aus. Bodenlebende Echsen wurden grösser als die in den dünn verästelten Büschen, Baumkronenbewohner waren besser gegen Vögel getarnt als Echsen im Unterholz. Nachdem die Erstbesiedelung erfolgreich war, war aber mit den grossen anatomischen Veränderungen im Anolis-Reich Schluss. Fortan wurden nur noch Kleinigkeiten variiert. Manche Echsen spezialisierten sich auf bestimmte Beutetiere als Nahrung, andere zogen durch ein verändertes Paarungsverhalten neue Artgrenzen.

Die Evolution der Anatomie ist – zumindest bei Anolis-Echsen – also das, was bei einer Neubesiedelung sehr schnell vonstatten geht. Fine-Tuning findet dann später statt. Nun müssen Biologen diese Echsen-Regel nur noch für andere Tiergruppen bestätigen. Dann könnte eine neue Regel der Evolution enttarnt worden sein.

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© BeobachterNatur Online 14. Jul 2010 - Alle Rechte vorbehalten

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