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Forschung

Evolution vor der Haustür

Text:
  • Stefan Bachmann
Bild:
  • Oliver Schürstedt, pixelio.de
  •  und W. Weber, pixelio.de

Evolution kann eins zu eins erlebt werden. Dies will das europaweite Projekt «Evolution MegaLab» zeigen – anhand von Gartenschnecken.

Der Schweizer Vogelschutz SVS kümmert sich diesen Frühling nicht nur um Vögel, sondern auch um Gartenschnecken. Anlässlich des Darwin-Jahrs lädt der SVS alle ein, im Garten, Park oder Wald nach Schnecken zu suchen und so die Evolution zu erleben.

Das Interesse gilt zwei häufigen Gehäuseschnecken, die einfach zu erkennen sind: der Hain-Bänderschnecke mit einem braunen Rand an der Schalenöffnung (=Lippe) und der Garten-Bänderschnecke mit einem weissen Rand. Die Häuschenfarbe dieser Schnecken kommt in verschiedenen Varianten vor und hängt von diversen Faktoren ab: Wo die Singdrossel, der Hauptfeind der Schnecken, häufig ist, sind die Gehäuse meist tarnfarben. In den Bergen und in Nordeuropa hingegen sind dunkle Farbvarianten häufiger, da sich die Schnecken so an der Sonne besser aufwärmen können.

Doch was passiert, wenn das Klima wärmer wird oder die Drosseln lokal zurückgehen? Solche Fragen werden im Projekt «Evolution MegaLab» untersucht. Jeder kann sich beteiligen, indem er Schnecken sucht und dem SVS meldet:

Das genaue Vorgehen, und was die Aktion genau mit Evolution zu tun hat, erfahren Sie unter www.birdlife.ch/schnecken.

Projekt «Evolution MegaLab»: Gesucht sind Farbvariationen bei Bänderschnecken.

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