Kaffeemaschinen

Energieetiketten fehlen

Text:
  • Thomas Angeli
Bild:
  • Stock-Kollektion colourbox.com
Ausgabe:
11/10

Es sollte eine gute Nachricht sein: Dank neuer Energieetikette für Kaffeemaschinen werde es einfach, stromsparende Modelle auszuwählen, verkündete das Bundesamt für Energie (BFE) im Oktober.

Kaffeemaschinen: Energieetiketten fehlen

Die Etikettierung ist freiwillig, und weder Händler noch Hersteller scheinen es eilig zu haben. Interdiscount will die Etikette im Herbst einführen, Fust «voraussichtlich im Herbst/Winter 2010». Die Migros erklärt, man sei bestrebt, «so bald wie möglich alle Geräte deklarieren zu können», aber: «Da die Schweiz hier international Vorreiter ist, sehen gewisse Produzenten aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung teilweise zu wenig Handlungsbedarf.»

Rudolf Bolliger vom Fachverband Elektroapparate spielt den Ball an den Handel zurück: Die Kriterien für die Etikette seien so streng, dass nur ein kleiner Teil der Geräte in die Kategorie «A» komme. Weil der Detailhandel A-Geräte bevorzuge, sei es für die Hersteller nicht attraktiv, ihre Maschinen zu kennzeichnen.

Ein unsichtbarer Erfolg?

Für BFE-Sprecherin Marianne Zünd ist die Etikette trotzdem «eine Erfolgsgeschichte»: «Bereits als mit der Erarbeitung der Etikette begonnen worden war, stellten die Hersteller ihre Produktion auf energieeffizientere Kaffeemaschinen um.» Bloss komisch, dass sie das nicht deklarieren. 

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