Energiestadt St. Gallen
Vor Stromfressern nicht gefeit
Ende März konnte die Stadt St. Gallen den «European Energy Award Gold» in Empfang nehmen: die höchste Auszeichnung für eine Gemeinde, die sich für Energieeffizienz und erneuerbare Energie einsetzt.
Die Stadt jubelte – und musste kurz darauf bekanntgeben, dass sie 2008 stolze 5,7 Prozent mehr Strom verbraucht habe als im Vorjahr (Schweiz: 2,3 Prozent). Harry Künzle, der Energie- und Umweltbeauftragte, sieht die gute Konjunkturlage als Hauptgrund: Sie habe den wenigen, aber sehr stromintensiven Industriebetrieben einen hohen Verbrauch beschert.
Zudem fördere St. Gallen den Einbau strombetriebener Wärmepumpen anstelle von Öl- und Gasheizungen. Auch sei die Bevölkerung gewachsen. Und nicht zuletzt habe man im Mai 2008 die AFG-Arena eröffnet, das neue Fussballstadion mit Einkaufscenter, das «ziemlich viel» Energie konsumiere. Ein deut-licher Anstieg des Verbrauchs, sagt Künzle, sei somit zu erwarten gewesen.
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© BeobachterNatur Ausgabe 9 vom 25. Jun 2009 - Alle Rechte vorbehalten



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