Energiestadt St. Gallen

Vor Stromfressern nicht gefeit

Text:
  • Thomas Angeli
Ausgabe:
9/09

Ende März konnte die Stadt St. Gallen den «European Energy Award Gold» in Emp­fang nehmen: die höchste Auszeichnung für eine Gemein­de, die sich für Energieeffizienz und erneuerbare Energie einsetzt.

Die Stadt jubelte – und musste kurz darauf bekanntgeben, dass sie 2008 stolze 5,7 Prozent mehr Strom verbraucht habe als im Vorjahr (Schweiz: 2,3 Prozent). Harry Künzle, der Energie- und Um­weltbeauf­tragte, sieht die gute Konjunktur­lage als Hauptgrund: Sie habe den wenigen, aber sehr stromintensiven Industriebetrieben ei­nen hohen Verbrauch beschert.

Zudem för­dere St. Gallen den Einbau  strombetrie­bener Wärmepumpen anstelle von Öl- und Gasheizungen. Auch sei die Bevölkerung gewachsen. Und nicht zuletzt habe man im Mai 2008 die AFG-Arena eröffnet, das neue Fussballstadion mit Ein­kaufscenter, das «ziemlich viel» Energie konsumiere. Ein deut-li­cher Anstieg des Verbrauchs, sagt Künzle, sei somit zu erwarten gewesen.

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© BeobachterNatur Ausgabe 9 vom 25. Jun 2009 - Alle Rechte vorbehalten

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