Kirchen

Ökologischer beten

Text:
  • Esther Banz
Ausgabe:
3/09

Kann Beten Sünde sein? Natürlich nicht. Aber Energie kostet das Zwiegespräch mit Gott allemal, manchmal zu viel. Etwa dann, wenn Kirchenräume auch in Zeiten, wo sie nicht genutzt werden, auf 20 Grad geheizt ­werden.

Dass christliche Kirchen umwelt­freundlicher werden, dafür setzt sich der ökumenische Verein ­Oeku (www.oeku.ch) ein und kooperiert dabei mit den Hilfswerken der katholischen (Fastenopfer), der reformierten («Brot für alle») und der christkatholischen Kirche der Schweiz («Partner sein»). Zu den Mitteln der Kampagne gehören individuelle Beratung, ein CO2-Rechner und ein Leitfaden, der in diesen Tagen an die Kirchgemeinden und Pfar­reien im Land versandt wird.

Energiesparen fängt in Kirchen beim reduzierten Heizen an und geht über bauliche Veränderun­gen wie Windfänge bei den Eingängen, Doppelverglasung auch bei Kunstverglasungen, Umstellung von Öl- auf Holzpelletheizungen bis hin zur Solaranlage, deren Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird, wie es zum Beispiel die Tituskirche in Basel vormacht. Die Kirchgemeinde spart übrigens nicht nur Ener­gie­kos­ten: Das so erwirtschaf­tete Geld investiert sie in Projekte im Süden. So ist Beten umwelt­gerecht und hilft ganz pragmatisch den weniger privilegierten Erdbe­wohnern.

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© BeobachterNatur Ausgabe 3 vom 04. Feb 2009 - Alle Rechte vorbehalten

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