Rebberge

Schafft Bio keine Artenvielfalt?

Text:
  • Stefan Bachmann
Mitarbeit:
  • Birgit H.; pixelo.de
Ausgabe:
5/10

Wo biologisch gearbeitet werde, sei die Anzahl Tier- und Pflanzenarten nicht grösser als in IP-Betrieben, lautet das Fazit einer umstrittenen Studie der Universität Freiburg.

Rebberge: Bio schafft keine Artenvielfalt

Bioweinberge sind nicht artenreicher als «normale» Weinberge, die nach IP-Suisse-Richtlinien bewirtschaftet werden. So die Schlussfolgerung einer Studie der Universität Freiburg. Die Forscherin Odile Bruggisser hat Pflanzen, Heuschrecken und Spinnen in den Rebbergen am Bielersee gezählt. «Zwischen Bio- und IP-Flächen fand ich keine Unterschiede», sagt sie.

Ein Grund liegt wohl darin, dass Biobauern den Unterbewuchs häufiger mulchen: Sie mähen und zerstückeln das Gras und lassen es als Dünger liegen – was der Artenvielfalt nicht förderlich ist. Auch der Umstand, dass IP-Bauern am Bielersee Fungizide per Helikopter versprühen, könnte einen Einfluss haben. Dabei werden teilweise auch Bio­flächen kontaminiert.

Kritik an der Studie äussert Franco Weibel vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau: «Es wurden nur 20 IP- und fünf Biobetriebe untersucht, und nur während einer Saison. Damit darf man nicht auf alle Rebberge schliessen.»

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